München – Selbst der frischgebackene Welttrainer war baff von seiner Wahl. „Ich denke, dass viele Leute überrascht waren, als ich meinen Namen gehört habe. Ich dachte, dass Hansi das gewinnen würde“, sagte Jürgen Klopp (53) schon fast peinlich berührt, nachdem er und nicht der Münchner Triple-Trainer Hansi Flick (55) als FIFA-Coach des Jahres ausgezeichnet wurde.
Ein größeres Trainer-Märchen wie das von Hansi im Glück hatte es bis dato noch nicht gegeben: Flick stieß im Sommer vergangenen Jahres als Co-Trainer zum FC Bayern und beendete das von Corona gebeutelte Fußballjahr ein Jahr später als Cheftrainer sensationell mit dem Champions-League-Sieg. „Wir nehmen es sportlich. Kloppo hat es mit seinem Team sicherlich verdient. Natürlich waren wir gestern ein wenig enttäuscht“, gestand Flick am Freitag und erklärte seine Enttäuschung wie folgt: „Welttrainer ist was anderes als Welttorhüter und bester Spieler. Als Trainer gehört es eher dem ganzen Team. Deswegen finde ich es auch schade für mein Trainerteam, dass es nicht belohnt worden ist.“
Der frischgekürte Welttorhüter Manuel Neuer wählte da hingegen schon deutlichere Worte. Er und seine Teamkollegen können das Wahlergebnis nicht nachvollziehen. „Wir sind natürlich auch etwas enttäuscht gewesen, was unseren Coach betrifft. Ich habe wirklich fest damit gerechnet, dass er auch Trainer des Jahres wird“, sagte Neuer. Für die Mannschaft sei absolut klar gewesen: „Wenn ein Trainer alle Titel holt mit seinem Team, den ganzen Fußball und die Art und Weise, wie wir bei Bayern gespielt haben, so umstrukturiert, dass wir diesen Erfolg überhaupt erst feiern konnten, hätte er es auf jeden Fall absolut verdient gehabt“.
Weltfußballer Robert Lewandowski widmete seine Auszeichnung dem Team: „Die individuelle Trophäe gehört für mich der kompletten Mannschaft.“ Und somit auch Flick. bok