Höhenflug und Rückenwind

von Redaktion

Haching und Bayern II haben ihre Tiefs überwunden und treffen sich nun zum Derby

Unterhaching – In der letzten Saison herrschte zwischen der SpVgg Unterhaching und der zweiten Mannschaft des FC Bayern Gleichstand. Die Derbys endeten 0:1 und 2:1. Die aktuelle Form spricht für die Hachinger, die zuletzt zwei Siege in Serie feierten mit dem Torverhältnis von 6:1. „Es wäre schön, wenn wir diese Englische Woche vor Weihnachten mit drei Siegen abschließen könnten“, sagt Hachings Trainer Arie van Lent, der aber vor dem benachbarten Kontrahenten warnt: „Sie sind vielleicht überraschend Meister geworden, dies liegt an der enormen Qualität im Kader. Der momentan etwas schlechtere Tabellenstand der Bayern ist für mich nicht relevant, sie sind für uns eine echte Herausforderung.“

Den eigenen „kleinen Höhenflug“ kann der Coach durchaus begründen: „Wir haben mehr Stabilität und sind vor dem gegnerischen Tor effizienter geworden, einige Spieler haben sich zuletzt gesteigert, ich hoffe, der Aufwärtstrend hält an.“ Personell wird sich nach dem 4:1-Auswärtssieg in Mannheim bei den Hachingern wenig ändern. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem vierfachen Torschützen Patrick Hasenhüttl, der an einer Hüftverletzung laboriert. Erstmals bei einem Heimspiel steht Julien Richter im Kader. Der 21-jährige Mittelfeldspieler wechselte im Sommer vom Regionalligisten SV Wacker Burghausen zu den Hachingern. „Er ist jetzt durchaus eine Alternative für uns“, sagt van Lent, der seine Mannschaft nach dem Derby bis zum 28. Dezember in den Urlaub schickt.

Mit Rückenwind geht allerdings auch der FC Bayern II ins Derby. Der Talentschuppen des Rekordmeisters scheint ebenfalls sein Tief überwunden zu haben. Nach zuvor vier Niederlagen in Folge, verbunden mit dem Sturz auf Abstiegsplatz 19, verbuchte die Mannschaft von Trainer Holger Seitz zuletzt vier Punkte aus zwei Spielen. Am Mittwoch gab es im Grünwalder Stadion ein 1:1 gegen den MSV Duisburg, der Bayern-Coach war vor allem „mit unserer zweiten Halbzeit nicht zufrieden, weil das heute einfach ein Spiel war, das wir hätten gewinnen müssen“. Der Aufwärtstrend allerdings war auch dort erkennbar, der Kader ist zwar enorm jung, aber auch tief und qualitativ ausgezeichnet besetzt. Mit allzu vielen Verstärkungen aus dem Profikader wird Seitz zwar erneut nicht rechnen können, insbesondere die Jüngsten im Team aber machten zuletzt einen deutlichen Sprung, die Mannschaft wirkt homogen und mittlerweile auch widerstandsfähiger.

Eine besondere Motivation indes ließ Seitz vor dem Lokalduell nicht erkennen: „Klar, das ist ein Derby, aber wir wollen das Spiel einfach gewinnen, so wie jedes andere Spiel auch.“ Geht es doch für die kleinen Bayern nach der kurzen Winterpause direkt mit jenem Derby weiter, das wirklich zählt: Im ersten Spiel des Jahres 2021 kommt es am 9. Januar zum Aufeinandertreffen mit dem TSV 1860.  mh, kik

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