Wieder auf Kurs

von Redaktion

77:66 – Bayern-Basketballer bezwangen Baskonia Vitoria

München – Andrea Trinchieri wütete, Andrea Trinchieri brüllte. Und für einige Zeit nahm das Gesicht des kleinen Italieners eine Farbe an, die darauf schließen ließ, das dieser Abend für ihn kein allzu gesundes Ende nehmen würde. So sehr trieb den knuffigen Trainer der Basketballer des FC Bayern die Sorge um, dass sich seine Profis ein zweites Mal in dieser Woche um den verdienten Lohn bringen würden.

Doch anders als zur Wochenmitte beim 75:79 in St. Petersburg sollte es diesmal bei ein paar bangen Momenten im schwächeren dritten Viertel für Trinchieris Bayern bleiben Am Ende stand ein immer noch bemerkenswert souverän herausgespieltes 77:66 (38:30) über Spaniens Meister Baskonia Vitoria. Sieg Nummer zehn in dieser Euroleague-Spielzeit. Das Traumziel Playoffs in Europas Eliteklasse: Es nimmt zunehmend schärfere Konturen an.

Dabei war man die Aufgabe ja durchaus mit mulmigen Gefühlen angegangen. Baskonia hatte zuletzt kräftig Prügel in Kaunas kassiert und sann auf Wiedergutmachung. „Gefährlich“, wie Geschäftsführer Marko Pesic befand. Und dann war da noch Bayerns Mr. Euroleague, Vladimir Lucic, der wieder nicht mitmachen konnte. Offiziell plagen ihn nach wie vor Rückenschmerzen.

Aber selbst der Ausfall des vermeintlich Besten kratzt die Bayern dieser Tage bemerkenswert wenig. Klar, die fünf Positionen auf dem Feld sind im Kader mehr als nur doppelt mit Qualität besetzt. Tendenz steigend, wenn der, derzeit noch nicht spielberechtigte James Gist auch noch mitmachen darf.

Und die erste Qualität ist eine zupackende Defensive. Die Gäste quälten sich bis zur Pause mit Ach und Krach an die 30-Punkte-Marke heran. Einzig nach dem Wechsel durfte das Team von Trainer Dusko Ivanovic mal ein bisschen an einem Erfolgserlebnis schnuppern.

Doch passenderweise packte Paul Zipser fast mit dem Ende des dritten Viertels einen Dreier drauf – vorbei waren alle Zweifel. Zumal bei den Bayern auch die üblichen Verdächtigen funktionierten. Allen voran Jalen Reynolds, der der unter dem Korb mit 21 Punkten und stattlichen neun Rebounds fast den Alleinunterhalter gab. und so ganz schnell alle Zweifel beiseite wischte.

PATRICK REICHELT

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