Die von 2020 auf dieses Jahr verschobenen Olympischen Spiele von Tokio, die vom 23. Juli bis zum 8. August stattfinden sollen, werden wegen Covid-19 extrem teuer. Sie werden knapp 13 Milliarden Euro (15,9 Milliarden US-Dollar) verschlingen – die Mehrkosten der Spiele durch die Verschiebung um ein Jahr gaben die Olympia-Macher mit 2,29 Milliarden Euro (2,8 Milliarden US-Dollar) an. Rund 760 Millionen Euro (929 Millionen US-Dollar) sollen für Maßnahmen gegen das Coronavirus aufgewendet werden. Präsident Toshiro Muto vom Organisationskomitee warb um Verständnis für die hohen Kosten. „Wir versuchen, während einer Pandemie ein globales Ereignis zu organisieren. Wenn wir das schaffen, zeigt das, dass wir mit dem Virus koexistieren können“, sagte Muto: „Wir könnten ein Modell für das Leben mit dem Virus liefern. In diesem Sinne hat dieses Ereignis eine ganz besondere Bedeutung.“ Diese Meinung teilen seine Landsleute allerdings nicht in dem Maße. Laut einer Umfrage der japanischen Rundfunkgesellschaft NHK unterstützen nur 27 Prozent der Befragten die Spiele. 32 Prozent befürworteten eine Absage, 31 Prozent sprachen sich für eine erneute Verschiebung der Spiele aus. Foto: dpa/Hoshiko