MOTORSPORT

Rallye Dakar zum zweiten Mal in Saudi-Arabien

von Redaktion

Vor dem Auftakt der Rallye Dakar hielt Chalid bin Sultan al-Faisal nochmal eine feierliche Ansprache. Das Königreich am Persischen Golf sei ein „regionales und internationales Drehkreuz für den Motorsport“ und habe seine „Fähigkeit als Ausrichter globaler Sportwettkämpfe“ unter Beweis gestellt, sagte in einer Videobotschaft der Prinz, der auch Vorsitzender des Motorsportverbands SAMF in Saudi-Arabien ist. Mit dieser Haltung lädt Saudi-Arabien zur 42. Auflage der von Sonntag bis zum 15. Januar dauernden Wüsten-Rallye.

Fans fiebern dem Start entgegen, denn die 7600 Kilometer lange Strecke quer über die Arabische Halbinsel hat es in sich. Sie führt vom Küstenort Dschidda zunächst in den Süden, dann über die Hauptstadt Riad zu den Dünen der Nafud-Wüste im Norden und entlang der Küste des Roten Meeres schließlich zurück nach Dschidda. Im Januar 2020 hatte Saudi-Arabien das legendäre Rennen erstmals ins Land geholt, nachdem es elf Jahre in Südamerika zu Hause war.

Das Rennen im ultrakonservativen Königreich steht allerdings auch stark in der Kritik. Denn fast nirgendwo auf der Welt sind die Frauen- und Menschenrechte so stark eingeschränkt wie in Saudi-Arabien. Der Vorwurf an die Rallye-Veranstalter lautet: Saudi-Arabien betreibe Imagepolitur mit Hilfe des Sports.

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