So oder so um Platz eins

von Redaktion

DEL-Spitzenspiel Mannheim – München

München – Deutschland tut sich noch schwer mit der neuen Vorgabe, nach der die Deutsche Eishockey Liga (DEL) ihre Tabelle errechnet. Die Videotextredaktionen addieren nach wie vor die Punkte zusammen, die ein Team in seinen Spielen gewonnen hat, die Liga ist für diese Saison unter Corona-Bedingungen umgestiegen auf Punkte pro Spiel als Maßstab. Nach der alten Variante (Videotext) führt der EHC München das Feld im Süden der DEL an, weil er aus drei Partien acht Zähler geholt hat und Mannheim aus zweien sechs. Offiziell jedoch sind die Adler Erster – mit dem Quotienten von 3,00 gegenüber den 2,667 von München. So oder so: Mannheim gegen München ist das Spitzenspiel der DEL – und die nächste Auflage steigt am Samstag um 17.30 Uhr.

„Da muss ich nicht extra motivieren, mit einem Zauberstab durch die Kabine gehen oder große Reden halten“, sagt Mannheims Coach Pavel Gross. Im MagentaSport Cup unterlag seine Mannschaft dem EHC zweimal knapp. Nun ist die Gelegenheit günstig, die Bilanz aufzupolieren. Die Münchner Verteidigung ist dünn besiedelt: Abeltshauser, Zitterbart und Appendino verletzt, Emil Quaas, den Trainer Don Jackson jetzt gut gebrauchen könnte, vor zwei Wochen wegtransferiert nach Ingolstadt. Die Red-Bull-Akademie in Liefering konnte lediglich einen Stürmer liefern: Elias Lindner (19).

Es ist schwieriger geworden, Lücken im Kader schnell zu schließen. Diese Erfahrung macht gerade Mannheim. An Silvester verpflichteten die Adler den kanadischen Verteidiger Craig Schira (32), der bei Rögle BK in Schweden spielte und unter normalen Umständen gegen München schon hätte antreten können. Nun jedoch muss er fünf Tage in Quarantäne und danach zum PCR-Test. Den Münchnern freilich ist’s egal, ob der Gegner einer mehr oder weniger ist. „Wir“, sagte Torhüter Daniel Fießinger nach dem 6:0 gegen Nürnberg, „brauchen uns eh vor niemandem zu verstecken.“  gük

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