Dortmund – Neues Jahr, neues Glück: Manuel Akanji hat Borussia Dortmund beim Comeback von Erling Haaland doch noch den Zündfunken für die erhoffte Aufholjagd geliefert. Der Innenverteidiger war mit seinem Kopfball der Wegbereiter für den BVB zum erkämpften 2:0 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg – die Dortmunder kletterten damit immerhin schon mal an den Gästen vorbei auf den Champions-League-Rang vier, der das Mindestziel ist.
Haaland mühte sich redlich, er hatte mehrere gute Gelegenheiten, aber nach drei Heimniederlagen in Serie musste ein anderer einspringen – im wahrsten Sinne: Akanji stieg nach einem Eckball von Jadon Sancho am höchsten (66.) und erlöste sein Team, das sich lange schwergetan hatte. Sancho (90.+1) legte spät nach.
„Es war kein einfaches Spiel. Wolfsburg ist besser gestartet“, sagte Akanji. „Aber wir sind ruhig geblieben. Und ich bin froh, dass Sancho so eine gute Flanke gespielt hat und der Ball dann reinging.“ Auf der Gegenseite haderte Sportdirektor Marcel Schäfer mit dem mangelnden Biss seiner Wölfe: „Wir hatte unsere Möglichkeiten. Eine Standardsituation hat den Unterschied gemacht, das war bitter für uns.“
Die erlösende Nachricht für den BVB war vor dem Anpfiff, dass Haaland nach einem Monat Pause wegen eines Muskelfaserrisses wieder spielte. Zwei Jungstars hingegen mussten für das wegweisende Duell im Kampf um die Königsklasse passen: Youssoufa Moukoko (Knieprobleme) und der angeschlagene Jude Bellingham. Dass der Anfangsschwung der Partie nach 20 Minuten verloren ging, lag auch an einem sehr langen Videobeweis, nachdem Axel Witsel der Ball im BVB-Strafraum an den Arm bzw. die Brust geköpft worden war. Video-Assistentin Bibiana Steinhaus entschied schließlich gegen einen Elfmeter. sid