Bob: Friedrichs 50. Weltcupsieg – „In seiner eigenen Liga“

von Redaktion

Schönau am Königssee – Mit dem dritten Double nacheinander hat Francesco Friedrich seinen 50. Weltcupsieg eingefahren. Die beiden Erfolge im Zweier- und Viererbob auf seiner ungeliebten Bahn am Königssee schmeckten ihm besonders. „Den 50. Sieg in Königssee zu feiern, ist richtig, richtig gut, nur Lake Placid wäre noch besser gewesen, weil dort haben wir noch gar keinen Sieg im Vierer“, sagte der Doppel-Olympiasieger vom BSC Oberbärenburg und steckte sich schon wieder neue Ziele.

Am Sonntag fuhr er mit seiner Crew Thorsten Margis, Martin Grothkopp und Alexander Schüller selbst Lokalmatador Johannes Lochner in Grund und Boden. Er nahm dem Dritten über eine halbe Sekunde ab. Dem Zweitplatzierten Österreicher Benjamin Maier war er 0,39 Sekunden voraus. „Franz fährt in seiner eigenen Liga“, sagte Maier. Der nach dem ersten Durchgang auf Rang zwei liegende Christoph Hafer (BC Bad Feilnbach) kam bei leichtem Schneefall auf Platz vier.

„Franz lässt alle anderen Bobfahrer am Start wie die Deppen aussehen“, sagte Lochner schon nach dem zweiten Platz im Zweierbob-Rennen, wo er selbst zwei Läufe „fast blitzeblank“ runterbrachte. „Der zweite Lauf war so, wie man hier fast nicht besser runterfahren kann“, erklärte Lochner und machte sich Hoffnung auf das Rennen im Viererbob. Doch da fuhr Friedrich in Durchgang eins „den besten Lauf seiner Karriere am Königssee“, lobte Cheftrainer René Spies.

„Wir sind in allem, was wir machen, vielleicht etwas akribischer als die anderen“, sagte Friedrich fast schon entschuldigend. Das Double auf der ungeliebten Bahn war ihm viel wert. „Hier zu gewinnen ist immer etwas Besonderes, denn es fällt mir hier nicht so in die Hände wie auf anderen Bahnen.“  dpa

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