Gelsenkirchen – Die Kader-Diskussion beim FC Bayern ist schon früh im Jahr 2021 in vollem Gange. Der Vorwurf: Die Münchner Mannschaft ist angesichts des voll gepackten Terminkalenders wegen der Corona-Pandemie in der Breite qualitativ nicht ausreichend besetzt. Vor der Partie auf Schalke bezog Sportvorstand Hasan Salihamidzic zu diesem Thema Stellung.
„Sky“-Moderator Sebastian Hellmann fragte, ob die Bayern denn noch etwas auf dem Transfermarkt machen würden, weil sich Hansi Flick noch die eine oder andere Verstärkung wünsche. Die Antwort saß. „Wir reden ständig darüber. Mir hat er das jetzt noch nicht gesagt“, sagte Salihamidzic und verwies auf die Bayern-Bank: „Wenn ich die jetzt durchgehe, sehe ich Weltmeister Lucas Hernandez. Benjamin Pavard ist auch Weltmeister. Kingsley Coman ist Stammspieler beim Weltmeister. Zu Hause ist noch Coco Tolisso, der ist auch Weltmeister. Marco Roca ist U 21-Europameister. Jamal Musiala ist ein Top-Talent. Zu Hause ist mit Tanguy Nianzou noch eines der größten europäischen Talente.“ Darum mache sich Salihamidzic über den Kader keine Sorgen, „im Gegenteil. Wir vertrauen diesem Kader zu 100 Prozent.“
Als hätte sich Flick mit Salihamidzic abgesprochen, brachte er gegen Schalke nach einer guten Stunde Spielzeit in Kingsley Coman, Jamal Musiala und Lucas Hernandez die häufig in Frage gestellte Qualität von der Bank. Trotzdem werden die Münchner Verantwortlichen um Salihamidzic im Sommer noch einmal auf Einkaufstour gehen müssen. Das liegt auch daran, dass die aktuelle Stamm-Innenverteidigung den Verein im Sommer voraussichtlich verlassen wird.
Während der Abgang von Alaba besiegelt scheint, gibt es bei Boateng noch ein Fragezeichen. „Wir werden zur gegebenen Zeit uns unterhalten und eine faire, seriöse Entscheidung fällen“, sagte Salihamidzic. Obwohl sich Flick für Boateng schon seit längerer Zeit stark macht, stehen die Zeiten auf Abschied. MANUEL BONKE