Manuel Neuer ist mit 197 Partien ohne Gegentreffer nun alleiniger Bundesliga-Rekordhalter vor Oliver Kahn – trotzdem war Hansi Flick mit der Defensive des FC Bayern nicht zufrieden. Was dem Trainer aber gefallen dürfte: Die Umschulung von Niklas Süle vom Innen- zum Rechtsverteidiger läuft immer besser. Wie schon in den letzten beiden Spielen des alten Jahres lief Süle beim 4:0 auf Schalke als Rechtsverteidiger auf. Der Unterschied am Sonntag: Süle interpretierte seine Rolle als klassische Außenverteidiger. In den ersten beiden Spielen sollte er vor allem helfen, den sogenannten „Dreier-Aufbau“ zu organisieren. Heißt: Bei Ballbesitz positionierte sich der Nationalspieler zentrumnäher und unterstützte Jerome Boateng und David Alaba im Spielaufbau. Auf Schalke war er hingegen nicht in den Spielaufbau involviert. Süle ackerte die Seitenlinie rauf und runter, sollte von außen Flanken schlagen und so die Offensive unterstützen. Das klappte vor allem beim 1:0-Führungstreffer gut, als Süle den Angriff über rechts einleitete. bok