München – Es passiert selten, dass nach dem Spiel ausgerechnet der Torwart zum Interview geschickt wird. Beim 0:0 von Türkgücü München gegen den 1. FC Kaiserslautern gab es aber keine andere Wahl. René Vollath hatte wieder mal eine überragende Leistung gezeigt und den Münchner mit zwei starken Paraden das Remis gesichert.
„Wir arbeiten als mannschaft wirklich gut. Wir haben eigentlich immer eine überragende Verteidigung, spielen diszipliniert“, sagte Vollath bei „MagentaSport“ und ergänzte: „Und wenn mal was kommt, bin ich halt auch da.“
Auf dem Betzenberg vereitelte der 30-Jährige in der 32. Minute die riesige Chance von Jean Zimmer nach einem Konter. „Die Konterabsicherung in der ersten Halbzeit war nicht gut“, monierte Vollath.
Das Gastspiel beim FCK war für Türkgücü das dritte 0:0 in Folge und das fünfte Spiel in Serie ohne Gegentor. Seit 500 Minuten hält Vollath nun schon die weiße Weste: „Für mich ist das natürlich schön, ich freue mich, da kann man schon stolz drauf sein.“ Trainer Alexander Schmidt hatte sich schon vor dem Derby gegen Bayern II beschwert, dass Vollath in der Rangliste des „kicker“ keine besondere Beachtung fand. Nach der hervorragenden Leistung am Dienstagabend gab es wieder mal ein Lob für seinen Schützling: „René ist sehr stabil, ein souveräner Torwart mit einer guten Strafraumbeherrschung und guten Reflexen.“
Vollath ist erst zur aktuellen Saison vom KFC Uerdingen nach München gewechselt. In der Regionalliga blieb der gebürtige Amberger mit Uerdingen schon mal neun Spiele ohne Gegentor. Bis zum Rekord in der 3. Liga fehlen noch 220 Minuten. 2018 spielte der SC Paderborn acht mal in Folge zu null.
Die nächste Station auf der Rekordjagd folgt am Samstag bei Wehen Wiesbaden.