München – Die Serie hält an. Der EHC München hat in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) auch das siebte Heimspiel in Folge gegen die Adler Mannheim verloren. Mit 3:6 musste sich die Mannschaft von Trainer Don Jackson in der Olympia-Eishalle am Mittwochabend geschlagen geben. Die Mannheimer bauten durch den verdienten Erfolg ihren Vorsprung in der Gruppe Süd weiter aus.
Als bestes Spiel der Saison bezeichnete Mannheims Manager Jan-Axel Alavaara die Partie. Das galt allerdings mehr für seine Truppe als die Heimmannschaft. Dabei verlief der Start ansprechend. Gleich zu Beginn wollte der EHC München den Diskussionen um das Überzahlspiel ein Ende setzen. Nur mickrige acht Prozent der Powerplays hatten die Münchner vor dem Spiel zu einem Tor genutzt – schlechtester Wert der DEL. Die erste Überzahl nutzte der EHC, bei dem Zach Redmond in den Kader zurückkehrte, zum 1:0 (4.). Yannic Seidenberg traf mit einer schönen Direktabnahme in den Torwinkel. „Wir probieren das oft, die Scheibe zur blauen Linie zu spielen und dann mit viel Verkehr vor dem Tor die zweite Chance zu bekommen“, erklärte der Torschütze im Pauseninterview bei „MagentaSport“.
Sicherheit gab den Gastgebern der Führungstreffer aber nicht. Mannheim presste aggressiv und zwang die Münchner zu Puckverlusten in der neutralen Zone. Für den Ausgleichstreffer (16.) brauchten die „Adler“ aber ebenfalls eine Überzahl – und eine feine Einzelleistung von Markus Eisenschmid, der ein Solo über die gesamte Eisfläche zum 1:1 vollendete.
Mannheim nahm den Schwung mit in den zweiten Spielabschnitt und bestimmte nun klar das Geschehen. Die Führung durch Brendan Shinnimin (27.) war da nur die logische Folge und auch das 3:1 (29.) von Jason Bast verdient. Danach verpasste es Mannheim, weiter zu erhöhen und die Gastgeber fanden mit ein wenig Hilfe der „Adler“ ins Spiel zurück. Einen Abschluss von Yasin Ehliz, der ums Tor gekurvt war, legte sich der starke Mannheimer Goalie Felix Brückmann zum 2:3 (36.) selbst ins Tor.
Mit einem Blitzstart in den Schlussabschnitt machten seine Vorderleute das wieder wett. 19 Sekunden nach Wiederbeginn stellte Ben Smith, der zuvor zehn Spiele nicht gescort hatte, auf 4:2. Und dann befeuerten die Münchner die Diskussionen über ihre Schwäche im Überzahlspiel doch wieder. Mit einem Mann mehr auf dem Eis kassierten sie das 5:2 (44.) durch Bast – die Entscheidung.
Letztendlich wurde es noch deftig für den EHC. Trainer Jackson pustete an der Bande tief durch, nachdem Shinnimin zum 6:2 (48.) getroffen hatte – schon der 37. Gegentreffer für München in dieser Saison. Daran änderte auch der zweite Treffer von Seidenberg (55.) zum 3:6-Endstand nichts.