Spieler protestieren – Djokovic tanzt

von Redaktion

Melbourne – Seit über einer Woche befinden sich 72 Tennisprofis, darunter Angelique Kerber, wegen eines positiven Corona-Falls auf ihrem Anreiseflug in Melbourne in Zimmer-Isolation.

Die Kollegen dürfen in Vorbereitung auf die Australian Open (ab 8. Februar) zumindest fünf Stunden am Tag auf den Platz, die Top-3 der Welt um Novak Djokovic (33. ATP 1) genießen in Adelaide Privilegien in einem eigenen Hotel. Das alles sorgt für dicke Luft. Es sei das „schlimmste Erlebnis seines Lebens“, beklagte sich Juan Ignacio Londero (27, ATP 81): „Die behandeln uns, als hätten wir Lepra.“

Die Russin Julija Putinzewa (26, WTA 187) bastelte ein Plakat mit der Aufschrift: „Wir brauchen frische Luft zum Atmen.“ Djokovic lächelte derweil tanzend von seinem Balkon. „Sein Balkon ist ja größer als mein Zimmer. Aber immerhin sagt er etwas. Ich bin überrascht, dass Nadal und Thiem nichts sagen“, sagte der Argentinier Guido Pella (30, ATP 44) über den Serben, der in einem offenen Brief gebeten hatte, die Quarantäne-Regeln zu lockern. Nadal (34, ATP 2) entgegnete bei ESPN in Richtung von Djokovic: „Wir versuchen alle, uns gegenseitig zu helfen. Einige müssen mit all dem, was sie tun, an die Öffentlichkeit. Während das andere privat tun, ohne unsere Forderungen zu veröffentlichen oder Propaganda damit zu betreiben.“  mm

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