Die Angst vor dem „blauen Wunder“

von Redaktion

HANDBALL Corona-Krise bedroht weiter die Bundesliga

Flensburg – Bei weiteren Coronafällen in der Handball-Bundesliga wächst die Gefahr, dass „die HBL völlig aus dem Rhythmus gerät und irgendwann alles nichts mehr wert ist“. Diese Meinung vertritt Maik Machulla, Trainer der SG Flensburg-Handewitt: „Das Thema Corona bei der Handball-WM schien schon erledigt zu sein. Man hatte ein gutes Gefühl, das jetzt verflogen ist.“

Flensburgs Johannes Golla, der nach der Rückkehr der Nationalmannschaft von der WM positiv getestet wurde, könne sich „nach allem ärztlichen Ermessen nur in Ägypten angesteckt haben“, schrieb Machulla: „Wir können nur hoffen, dass dies ein Einzelfall bleibt und wir nicht noch unser blaues Wunder erleben.“ Am Dienstag wurden bei der SG alle WM-Rückkehrer getestet. „Wenn es weitere Fälle bei uns oder bei den anderen Vereinen geben sollte, (…) würden wir etwas ausbaden, wofür wir nicht verantwortlich sind. Ich bin weiter der festen Überzeugung, dass es besser gewesen wäre, die WM zu verschieben“, so Machulla.

Der positive Test von Abwehrchef Golla treffe die SG Flensburg-Handewitt „sportlich sehr hart, noch mehr berührt mich der Fall aber mit Blick auf Johannes Golla persönlich“, so Machulla. Der 24-Jährige sei gerade nach einer langwierigen Fußverletzung zurückgekommen, „hat eine schwangere Frau zu Hause und stellte sich in dieser Situation in den Dienst der Nationalmannschaft“.  sid

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