München – Der FC Bayern ist nach der Mini-Krise zu Jahresbeginn wieder im Aufwind, gewann zuletzt vier Mal in Serie. Daran hat unter anderem die verbesserte Defensive einen großen Anteil. In vier Partien gab’s zuletzt „nur“ zwei Gegentreffer – und das kommt nicht von ungefähr. „Es ist schon so, dass wir jetzt vier, fünf Meter tiefer stehen“, erklärte Hansi Flick gestern mit Blick auf die Münchner Viererkette. „Das gibt der Mannschaft aktuell ein bisschen mehr Sicherheit.“ Gegen Mainz (5:2), Mönchengladbach (2:3) und beim Pokal-Aus in Kiel (5:6 i. E.) waren die Bayern mit Pässen in die Tiefe immer wieder eiskalt erwischt worden. Flick passte sein hohes Pressing daraufhin etwas an. Der Druck auf den Gegner in Ballbesitz ist natürlich noch immer hoch, aber Flick erklärte: „Es ist wichtig, dass du erkennst, wann ein langer Ball kommt – meistens ist das zu erkennen, wenn der Gegner ausholt.“ In diesem Fall müssten seine Spieler richtig reagieren und „Läufe aus der zweiten Reihe aufnehmen. Das sind die Dinge, die die Mannschaft im Moment sehr gut macht.“ Das Bayern-Credo lautet aktuell: kontrolliertes Risiko.
Eine große Stütze der Defensive wird die Münchner mit David Alaba am Saisonende verlassen. Und auch Niklas Süle zieht aktuell das Interesse von anderen Vereinen auf sich. Wie die „Sport Bild“ berichtet, soll der FC Chelsea um Thomas Tuchel den Innenverteidiger als potenzielle Verstärkung auserkoren haben. Der Nationalspieler sei einer von drei Kandidaten für das Abwehrzentrum von Chelsea. Die Blues haben dem Bericht zufolge auch Alaba und Leipzigs Dayot Upamecao – ebenfalls Wunschspieler bei den Bayern – auf dem Zettel. Süles Vertrag beim FC Bayern läuft noch bis 2022. Laut „Sport Bild“ soll er im Sommer verkauft werden, falls eine Vertragsverlängerung nicht zustande kommt. Der 25-Jährige könne sich eine Zukunft in der englischen Premier League gut vorstellen. Süle wird – wie auch Upamecano – von der Berateragentur Sports360 vertreten. bok, jau, dpa