München – Patrick Hager, Frank Mauer, Yasin Ehliz, Yannic Seidenberg, Daryl Boyle und Danny Aus den Birken kennen ihren neuen Mitspieler, dessen Verpflichtung der EHC München am Montag bekannt gab, schon: Bei den Olympischen Spielen sind sie Andrew Ebbett im Halbfinale begegnet. Ebbett, damals beim SC Bern unter Vertrag, stand im kanadischen Team, das in Pyeongchng Bronze gewann. Die Deutschen kehrten als Silberhelden zurück.
Ebbett kommt nach München, weil der EHC dringend Mittelstürmer braucht. Zwei bis drei sind abhanden gekommen: Derek Roy ist langzeitverletzt, Kalle Kossila musste zurück nach Toronto, er war nur auf Leihbasis da. Maxi Daubner ist derzeit verletzt, zudem hatte er bis zu seinem Ausfall als Verteidiger aushelfen müssen.
Ebbett „spielte zuletzt für den SC Bern“, meldet der EHC. Das stimmt. Allerdings ist das fast schon ein Jahr her, denn einen Vertrag bekam der mittlerweile 38-Jährige beim Schweizer Klutclub, der nach enttäuschender Saison 2019/20 einen Umbruch ausrief, nicht mehr. Die persönliche Bilanz war mit 13 Toren und 19 Vorlagen in Ordnung.
Ebbetts Handicap also: keine Spielpraxis. Die Vorteile: Fünf Jahre Europa-Erfahrung, drei Schweizer Meisterschaften. Und er ist klassischer Mittelstürmer, gilt als defensiv smart. Im Scouting-Report steht, er könne auch auf beiden Flügeln spielen. Vorerst muss er in Quarantäne, EHC-Manager Christian Winkler rechnet mit ihm im Spiel „eher nächste Woche“. gük