SKI ALPIN

Lawinengefahr: Super-G der Männer verlegt

von Redaktion

Gestern ging erst einmal: nichts. Das erste Rennen bei den alpinen Ski-WM in Cortina d’Ampezzo musste gleich mal abgesagt werden. Die Kombination der Frauen fiel aus, weil in der Nacht auf Montag zu viel Schnee gefallen war. Zu viel Schnee, so kurios es klingen mag, ist ungünstig: Es erschwert die Präparierung der Rennstrecken. „So viel Schnee habe ich hier noch nie gesehen“, stellte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier staunend fest.

Maier kommt seit 30 Jahren nach Cortina – und erlebt Neuland. Weil erstmals 13 Wettbewerbe in 14 Tage gequetscht werden müssen, sollte an diesem Dienstag der Super-G für die Frauen (13 Uhr mit Kira Weidle, ARD) und der der Männer ausgetragen werden. Es wäre eine Premiere gewesen. Wäre. Denn am frühen Montagabend war klar: Mit dem Rennen der Männer wird es nichts. Die Piste Vertigine ist durch Lawinen gefährdet. Die Frauen dagegen sind fein heraus, sie fahren nebenan auf der Olimpia delle Tofane, die geschützt zwischen Bäumen liegt.

Das Startgelände der Vertigine liege „extrem steil“, berichtete Maier, und weil sich auf den schroffen Felsen unmittelbar über der Piste einiger Schnee abgelagert habe, müsse nun „erst mal die Lawinenkommission eine Freigabe geben. Denn das wäre das Gravierendste: Wenn man einen Start hat und irgendwann geht eine Lawine weg.“

Offenbar ist die Lage am Berg so brenzlig, dass der Super-G der Männer auf Donnerstag (11.30 Uhr) verschoben wurde. Das an diesem Tag vorgesehene Abfahrtstraining wurde abgesagt. An der Ausgangslage für die deutschen Männer ändert das wenig. Einzig Thomas Dreßen hat jetzt ein kleines Problem: Der schnellste Deutsche wollte sich in den drei Trainingsfahrten für die Abfahrt am Sonntag warmlaufen – jetzt hat er einen Testlauf weniger. Für den Super-G ist Dreßen nicht vorgesehen.

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