Noch ein Schritt zur Sportgeschichte

von Redaktion

Motivierte Bayern wollen Einmaliges vollbringen und den sechsten Titel gewinnen

München – Heute kann der FC Bayern Geschichte schreiben! Das tun die Münchner zwar regelmäßig, wenn sie Titel um Titel einheimsen – im Finale der Klub-WM gegen Tigres (19 Uhr, DAZN) können die Bayern aber selbst für sie Einmaliges vollbringen. Nach Meisterschaft, Pokal-Sieg, Champions-League-Triumph sowie den Erfolgen im DFL- und UEFA-Supercup winkt der sechste Titel in nur einem Jahr. „Wir sind hierher gekommen, um diesen Titel zu holen. Das wäre das i-Tüpfelchen und auch in der erfolgreichen Vereinshistorie des FC Bayern ein besonderer Erfolg“, meinte Hansi Flick.

Und diesem Ziel wird freilich auch das nahende Bundesligaspiel gegen Arminia Bielefeld (15. Februar) untergeordnet. „Wir werden die beste Mannschaft aufbieten“, versprach der Münchner Cheftrainer vor dem Endspiel. „Die Partie gegen Bielefeld am Montag ist gerade ganz weit weg.“ Kein Wunder: Das Kunststück von sechs Titeln in einem Jahr war bislang nur dem FC Barcelona gelungen. Unter dem späteren Bayern-Coach Pep Guardiola sahnten die Katalanen 2009 alles ab, was es zu gewinnen gab.

Die Zeichen auf Einstellung dieses Rekords stehen gut für den FCB: Abseits von Jerome Boateng, der aus privaten Gründen zurück nach Deutschland reist (siehe Text oben), gibt es keine Ausfälle zu beklagen. Regenerationseinheiten unter der Sonne Dohas – mal auf dem Ergometer, mal im Hotel-Pool – haben ihre Wirkung nicht verfehlt

Damit den Münchnern auf den letzten Metern gegen Tigres nicht doch noch der Sprit ausgeht, will Flick das Zwiegespräch mit seinen Spielern suchen und so ausloten, wer noch Kraftreserven hat. Leroy Sané, der im Halbfinale gegen Al Ahly als Joker das 2:0 vorbereitete, ist eine Option für die Startelf. Niklas Süle dürfte Boateng ersetzen. Das Analyseteam um Flick hatte vier Tage Zeit, um den finalen Gegner genauestens zu beleuchten. „Wir sind genauso intensiv vorbereitet auf Tigres, wie auch auf die anderen Spiele“, erklärte Flick. Kapitän Manuel Neuer weiß aus eigener Erfahrung, wie gefährlich ein mexikanisches Team sein kann: Bei der WM 2018 unterlag Deutschland der Nationalmannschaft Mexikos zum Start mit 0:1. „Wir haben schlechte Erinnerungen“, meinte Neuer. Die Frage ist nur: Wie lange noch? JONAS AUSTERMANN

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