ALPINE SKI-WM

Thomas Dreßen setzt auf Kaltstart-Qualität

von Redaktion

Viel konnte Thomas Dreßen in den vergangenen Tagen nicht machen. Lediglich „frische Luft“ habe sein bester Abfahrer nach der Ankunft in Cortina d’Ampezzo geschnappt, scherzte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier. Der viele Schnee und zuletzt auch Nebel haben die Abläufe bei der Ski-WM gehörig durcheinandergebracht – auch jene von Dreßen. Dessen große Stärke ist freilich die Gelassenheit. „Alles nicht so tragisch“, sagt er über das Terminchaos, „damit kann ich ganz gut umgehen.“

Am Dienstag hat Dreßen endlich zum ersten Mal die neue Piste Vertigine befahren dürfen. Mehr war nicht drin: Das erste Training für die Abfahrt am Sonntag fällt aus, weil für den Donnerstag jetzt die Super-G-Rennen geplant sind. Ein Einsatz von Dreßen im Super-G war nie vorgesehen. Was die Abfahrt betrifft, gibt sich Cheftrainer Christian Schwaiger zurückhaltend, er sagt: „Wenn er fahren kann, müssen wir schau’n, ob er auch schnell genug ist.“ Dass von den geplanten drei Trainingsläufen einer wegfällt, ist nicht optimal.

Dreßen ist freilich bekannt dafür, ein guter Kaltstarter zu sein. Im November 2019 gewann er in Lake Louise gleich das erste Rennen nach seinem Kreuzbandriss ein Jahr zuvor. Und deshalb haben sie ihn ja auch mitgenommen.

Ihn selbst schreckt es wenig, dass er nur zwei Trainingsläufe auf der neuen Strecke haben wird, einen am Freitag, einen am Samstag. Nach diesen beiden Fahrten, sagt Dreßen entspannt, „sollte ich schon wissen, wo ich im Rennen runter muss.“    sid

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