Tragödie kurz vor dem Finale

von Redaktion

Nach dem Tod seiner Ex-Freundin verlässt Jerome Boateng die Club-WM

VON JONAS AUSTERMANN

Doha – Jerome Boateng suchte in Doha das Hotelzimmer von Hansi Flick auf – und überbrachte seinem Cheftrainer eine schier unfassbare Nachricht: Kasia Lenhardt, bis vor Kurzem noch Boatengs Freundin, ist im Alter von nur 25 Jahren gestorben. „Das hat uns alle sehr mitgenommen“, erklärte Flick. „Jerome hat mich gebeten, dass er nach Hause fahren darf. Von Vereinsseite aus haben wir ihm diesen Wunsch natürlich erfüllt.“

Nach dem erforderlichen Corona-Test verließ Boateng Katar und die Club-WM vorzeitig. „Er wird uns bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen“, meinte Flick. Die klare Botschaft: Jetzt zählen andere Dinge als Fußball.

Wie die Berliner Polizei mitteilte, hatte es am Dienstagabend gegen 20.30 Uhr einen Einsatz im Stadtteil Charlottenburg gegeben – der Grund: Verdacht eines Suizids. Die Polizei erklärte: „Es wurde eine leblose Person in der Wohnung aufgefunden. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen nicht vor.“

Ein Riesen-Schock. Lenhardt hinterlässt Sohn Noan, der am Dienstag sechs Jahre alt wurde. Was bleibt, sind offene Fragen. Die drängendste: Warum nahm das Model sich das Leben? Die Antwort kennt nur Kasia.

Vor knapp einer Woche noch hatten Boateng und seine Ex-Freundin jede Menge Schlagzeilen geschrieben, als sie zuerst öffentlich das Ende ihrer 15-monatigen Beziehung bekannt gaben und sich anschließend eine Schlammschlacht lieferten. Der Bayern-Star erklärte in „Bild“: „Kasia wurde meine Freundin, indem sie die Beziehung zu meiner Ex-Freundin Rebecca und meiner Familie zerstörte.“ Das Model sagte daraufhin, sie sei noch nie „so hintergangen und belogen“ worden, und meinte: „Ich werde mich wehren! Gebt mir einen Moment.“

Kasia veröffentlichte in ihrer Instagram-Story noch am Montag ein Selfie von sich mit den Worten „Neues Kapitel“, am 3. Februar hatte sie zudem ein Schwarz-Weiß-Foto von sich hochgeladen. Dazu schrieb sie: „Jetzt musst du die Grenze ziehen. Es reicht.“ Unter diesen Worten finden sich inzwischen Tausende Kommentare von Nutzern, die fassungslos sind und um Kasia trauern.

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