WM-GLOSSE
Cortina d’Ampezzo hat seinen Preis. Nicht nur während der WM. Aber da natürlich erst recht. Die Nacht in einem Drei-Sterne-Hotel kostet gut 200 Euro. Selbst für ein Pasta-Gericht zahlt man ein Drittel mehr als im nicht einmal 30 Kilometer entfernten Toblach (dort haben die Restaurants allerdings wegen Corona wieder geschlossen). Und auf der Corso Italia gibt es fast nur noble Geschäfte mit sehr exklusiven Preisen. Aber eben nur fast, wie der Kollege G. aus Innsbruck vor ein paar Tagen erfreut feststellte.
Er war ja mit den festen Vorsatz nach Cortina gereist, das zu tun, was bis dahin in Österreich nicht mehr möglich war: Sich die Haare schneiden zu lassen. Die Friseure im Nachbarland hatten ihre Läden sogar schon früher als in Deutschland schließen müssen, nämlich im November und durften sie erst vor einer Woche wieder öffnen – da weilte aber G. schon in Italien.
Aufgrund der Verschiebungen und Absagen in den ersten WM-Tagen ließ sich ein Besuch beim Star-Figaro von Cortina in der Fußgängerzone locker einschieben. Neben einem windschnittigen Haarschnitt mit Pfiff gab es noch eine Kopfmassage und einen Espresso. Alles inklusive für 25 Euro. Ein Schnäppchen, wie G. fand. Denn daheim in Innsbruck bezahlt er fast das Doppelte. Ohne Espresso.