FUSSBALL IN KÜRZE

HSV: Präsidium um Jansen tritt zurück Schalke 04 trennt sich von Jochen Schneider Bayern-Frauen nach Kasachstan Test-Affäre: Lazio droht Zwangsabstieg

von Redaktion

Im Machtkampf beim Zweitligisten Hamburger SV ist das komplette Präsidium um Präsident Marcell Jansen zurückgetreten. Das berichteten die „Hamburger Morgenpost“ und das „Hamburger Abendblatt“. Neben Jansen legten auch Vize Thomas Schulz und Schatzmeister Moritz Schaefer ihre Ämter nieder. Als Vertreter wurde einstimmig e.V.-Geschäftsführer Kumar Tschana ernannt. Bis zur Neuwahl des Präsidiums wird Jansen als e.V.-Vertreter im Aufsichtsrat der AG bleiben. „Nach sehr intensiven und zielführenden Gesprächen in den vergangenen Tagen haben wir uns als Präsidium gemeinsam dazu entschlossen, mit sofortiger Wirkung von unseren Präsidiumsämtern zurückzutreten und so die zuletzt vorhandenen Meinungsverschiedenheiten im Präsidium nicht mehr zu einem Themenfeld innerhalb unseres Vereins zu machen“, hieß es in einer Mail an die HSV-Mitglieder. Interne Querelen haben seit Wochen das Klima beim Zweitliga-Tabellenführer belastet. Jansen, Schulz und Schaefer sind derart zerstritten, dass sie sich nicht einmal auf einen fristgerechten Termin für eine Außerordentliche Mitgliederversammlung einigen konnten.

Bundesligist Schalke 04 und Sportvorstand Jochen Schneider trennen sich im Sommer. Der Vertrag werde nach dieser Saison einvernehmlich aufgelöst, teilte der abstiegsbedrohte Revierclub mit.

Die Frauen-Teams der deutschen Topclubs FC Bayern und VfL Wolfsburg erwarten rund um ihre Achtelfinalspiele in der Champions League widrige Umstände. Meister Wolfsburg muss gegen den norwegischen Vertreter LSK Kvinner antreten, der Bundesliga-Spitzenreiter aus München trifft auf Biik Kasigurd aus Kasachstan. Das ergab die Auslosung der UEFA. Ob Wolfsburg angesichts der Corona-Reisebeschränkungen in Norwegen antreten kann, ist offen. Für die Bayern dürfte sich der Trip ins 4000 km entfernte Kasachstan ungemütlich gestalten. Die Hinspiele finden am 3./4. März statt, die Rückspiele eine Woche später.

Claudio Lotito, Präsident und Besitzer von Lazio Rom, muss sich wegen Verstößen gegen das Corona-Schutzprotokoll vor dem Sportgericht verantworten. Das teilte der nationale Verband FIGC mit. Das Verfahren wurde wegen widersprüchlicher Testergebnissen bei Spielern des Vereins aufgenommen. Die Affäre, in der besonders mehrere wechselhafte Testresultate bei Lazios Stürmerstar Ciro Immobile aufgefallen waren, sorgt seit Ende Oktober für Aufsehen. Im Fokus steht die Frage, ob Lotito einen befreundeten Chef eines Labors in Avellino zur Vertuschung positiver Ergebnisse angestiftet hat. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen dem Club harte Strafen – ein Punktabzug oder gar der Zwangsabstieg.

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