Der Zwist zwischen Trainer Hansi Flick und SPD-Politiker Karl Lauterbach ist ausgeräumt. Das bestätigte Lauterbach nach einem „spannenden und konstruktiven Gespräch mit gegenseitiger Wertschätzung“ via Twitter. „Jeder Streit ist beigelegt“, schrieb er. Nach Angaben des SPD-Gesundheitsexperten habe er sich mit Flick „eine Halbzeit lang über (die) Lage des Profifußballs in Zeiten von Corona“ ausgetauscht. „Unterschiede in der Meinung kann es immer geben“, schrieb er, „entscheidend ist aber: In der Bewältigung der Coronakrise zählt Teamgeist. Den habe ich im Gespräch durchaus wahrgenommen.“ Flick hatte Lauterbach am vergangenen Sonntag als „sogenannten Experten“ bezeichnet und der Politik pauschal vorgeworfen, ihr gehe es bei der Bewältigung der Corona-Pandemie mehr um Wählerstimmen als um die Sorgen der Bürger. Nach dem Spiel gegen Arminia Bielefeld am Montag (3:3) ruderte er dann ein Stück weit zurück und kündigte die Aussprache mit Lauterbach an.
Das konnte Hansi Flick gar nicht gefallen! Schnell verbreitete sich das Werbeplakat der AfD in den sozialen Medien, auf dem die Partei den Satz des FC-Bayern-Cheftrainers zur aktuellen Corona-Politik der Regierung und der „sogenannten Experten“ zitiert. „Bayern-Trainer Flick kontert Lauterbach“ ist darauf zu lesen, unten auf dem Plakat prangt zudem der Name von Johannes Huber, Mitglied für die AfD im Bundestag. Dass der 55-jährige Fußballlehrer sich mit aller Macht davon distanzieren will und wird, steht nun fest. Nach Informationen unserer Zeitung geht Flick mit allen ihm zur Verfügung stehenden gerichtlichen Mitteln gegen besagtes-Plakat vor. Heißt: eine Unterlassung anhand des einstweiligen Verfügungsverfahrens.