Bad Tölz – Es sind die Woche der Wahrheit für die Tölzer Löwen. In den kommenden Spielen wird sich erweisen, ob die Mannschaft von Kevin Gaudet ihren Platz an der Tabellenspitze verteidigen kann, wenn sie es mit den Top-Teams der DEL2 zu tun bekommt. Der erste Vergleich am Sonntag mit dem EHC Freiburg ging nach großem Kampf schon einmal mit 2:4 verloren, nachdem die Tölzer am Donnerstag einen mühsamen 4:3-Sieg gegen den Tabellenzwölften Bad Nauheim eingefahren hatten.
Am Dienstagabend (19.30 Uhr) haben sie sich nun Spitzenreiter Kassel Huskies zu stellen, bevor sie es kommende Woche unter anderem mit Ravensburg, einem weiteren stark eingeschätzten Team, zu tun bekommen. Tabellenplatz zwei haben die Löwen aber erst einmal an Freiburg verloren und Rang vier eingenommen.
Ein schlechter Start nach langer Busfahrt war die Basis für die Niederlage. „Die ersten zehn Minuten war Freiburg die bessere Mannschaft, war spritziger, ist verdient in Führung gegangen“, sagt Löwen-Coach Gaudet. Dem Rückstand liefen die Löwen bis zum Schluss hinterher, auch wenn sie das gute Spiel zunächst auf Augenhöhe gestalteten, im zweiten Drittel ausglichen und sogar Chancen auf die Führung hatten. Gaudet: „Da war alles in Ordnung.“ Doch die Tölzer fanden in EHC-Keeper Ben Meisner ihren Meister, scheiterten am Torgestänge und gerieten in Unterzahl nach einer „dummen Strafe“ (Gaudet) und einem „Top-Corner-Schuss“ von Nick Pageau mit 1:3 in Rückstand.
„Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf, wir haben alles gegeben“, sagt Gaudet. Marco Pfleger sorgte mit dem 2:3-Anschluss aus spitzem Winkel noch für Spannung, die Löwen machten weiter Druck. Allerdings nur bis zu Evan Moseys 4:2 nach schöner Vorarbeit von Gregory Saakyan kurz vor Schluss. „Kein Beinbruch“ sagt Gaudet zur Niederlage.
Das wäre es schon eher gewesen, wenn die Tölzer ihr Heimspiel gegen Bad Nauheim nicht erfolgreich nach Hause gebracht hätten. Nach Tölzer 3:0-Führung ließ die Konzentration nach, die Hessen kamen auf 2:3 heran, scheiterten nur am Pfosten und am Tölzer Keeper Max Franzreb, kamen aber auch nach dem Empty-Net zum 4:2 noch einmal heran. Mehr ließ Franzreb dann nicht zu. NICK SCHEDER