Thomas Greiss: Rechtspopulist zu Olympia?

von Redaktion

München – Das Eishockey freut sich auf die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking. Es zeichnet sich ab, dass die NHL pausieren und ihren Spielern die Teilnahme am Olympia-Turnier erlauben wird. Die größeren Nationen träumen sich ihre besten Teams zusammen. Deutschland könnte antreten mit NHL-Cracks wie Leon Draisaitl, Tim Stützle, Dominik Kahun, Tobias Rieder, Philipp Grubauer – und Thomas Greiss. Doch der Füssener Torwart, von den New York Islanders zu den Detroit Red Wings gewechselt, ist gerade dabei, sich den Weg zu Olympia zu verbauen. Erneut ist er in den Social Media auffällig geworden. Bei Instagram würdigte er den kürzlich verstorbenen Russ Limbaugh. In den USA war der bestens bekannt – als ultrarechter Radiomoderator, Erfinder des populistisch-aggressiven Talk Radio, als Freund von Donald Trump, Leugner des Klimawandels, Anhänger von Verschwörungserzählungen.

Bei der Eishockey-WM 2017 in Köln war durch eine Recherche des Deutschlandfunk publik geworden, dass Greiss eine Aussage von Donald Trump, der Hillary Clibton mit Adolf Hitler verglichen hatte, mit einem zustimmenden Herzchen versehen hatte. Auf Druck des Deutschen Eishockey-Bundes löschte er es. Greiss wurde zudem als verletzt gemeldet, machte kein WM-Spiel mehr – auch weil NHL-Kollege Grubauer eingeflogen wurde und übernahm.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hatte sich gegen eine Olympia-2018-Teilnahme von Greiss ausgesprochen. Die war dann kein Thema, weil die NHL nicht mitspielte. 2022 wird sie es tun. Thema wieder auf dem Tisch.  gük

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