Augsburg dankt dem Mainzer Keeper

von Redaktion

Mainz –- Der Mainzer Keeper Robin Zentner lehnte nach dem Schlusspfiff sekundenlang am Pfosten und biss frustriert auf den Kragen seines Torwart-Trikots. „Er muss so was wegstecken, er hat uns oft genug auch schon gerettet“, sagte sein Trainer Bo Svensson. Nach einem schlimmen Patzer seines Schlussmanns vergab der FSV Mainz 05 beim 0:1 (0:1) gegen den FC Augsburg die große Chance, erstmals nach 13 Spieltagen wieder einen Abstiegsplatz der Bundesliga zu verlassen. Die Gäste verschafften sich mit diesem Sieg einen Puffer zum Tabellenende und entledigten sich erst einmal der Abstiegssorgen.

„Es ist ein unglaublich gutes Gefühl. Wir wussten, dass wir mit einem Sieg einen Riesenschritt machen können“, sagte Augsburgs Florian Niederlechner bei Sky und kündigte an, auf der Heimfahrt im Bus „sicher ein schönes Bierchen trinken“ zu können.

Der FCA profitierte von einem Fehler von Zentner, der zum Tor durch André Hahn (25. Minute) führte. Nach einem Rückpass von Moussa Niakhaté passte der Keeper zu dem wenige Meter entfernten Gegenspieler Florian Niederlechner, der gedankenschnell querlegte, sodass Hahn nur ins leere Gehäuse einschieben musste. Für die Augsburger erwiesen sich die Rheinhessen wieder als Lieblingsgegner: Es war bereits der siebte Sieg in den vergangenen acht Duellen.

„Ich erwarte ein nicht ganz so schönes Spiel“, sagte 05-Sportdirektor Martin Schmidt mit der richtigen Vorahnung vor dem Anpfiff. Und Augsburg-Coach Heike Herrlich ging mit der Erwartung ins Spiel, einen „Abnutzungskampf“ zu erleben. Tatsächlich hielten sich Niveau und interessante Torraumszenen in engen Grenzen. Erst in der Schlussphase wurde es turbulent: Hahn vergab mit einem Pfostenschuss die Chance zum 2:0 (85.), auf der anderen Seite traf Karim Onisiwo ebenfalls Aluminium und verpasste das 1:1 (87.).

Nach drei Spielen ohne Niederlage wollten die Mainzer nachlegen, attackierten energisch und gewannen in der ersten Halbzeit 60 Prozent ihrer Zweikämpfe. Die vielen Balleroberungen nutzten aber nicht viel in der Offensive.  dpa

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