Auch die Adler machen Fehler

von Redaktion

EHC geht ins vorläufig letzte Spitzenspiel gegen Mannheim

München – Don Jackson, der Trainer des EHC München, war mit dem 5:0 über die Nürnberg Ice Tigers am Freitagabend teilzufrieden. Die Phase, die er ausklammerte: Nach dem 1:0, Mitte des ersten Drittels. „Da haben wir ein bisschen geschlafen, haben den Puck zu langsam bewegt, zu riskant gespielt.“ Der Eindruck, Jacksons diese Saison überraschend anfälliges Team habe sich in der Defensive gefunden, verflüchtigte sich da. Dennoch wurde es ein Zu-null-Spiel, das zweite. Auch das andere (6:0) gelang zuhause gegen Nürnberg.

66 Gegentreffer hat der EHC in 22 DEL-Partien kassiert – ergibt exakt drei im Schnitt. Das Gegenprogramm an Abwehr-Stabilität liefern die Adler Mannheim: 42 in 21 Spielen, Schnitt also zwei. Ein gravierender Unterschied. Heute (20.30 Uhr/MagentaSport) treffen die beiden besten Teams der Süd-Gruppe und mutmaßlich der gesamten Deutschen Eishockey Liga ein (vorläufig) letztes Mal aufeinander. Gespielt wird in Mannheim, und das ist ein Vorteil für den EHC München. Zuhause hat er in der DEL acht Partien in Folge gegen die Adler verloren, auswärts fühlt er sich wohler. Frage nun: In welche Richtung setzt sich die Geschichte der letzten Begegnung fort?

In der wurde der EHC zwei Drittel lang hergespielt, lag 1:5 zurück. Im verzweifelten Endspurt zeigte er mit drei Toren in vier Minuten, dass er auch ein starkes Mannheim ins Wackeln bringen kann. Adler-Trainer Pavel Gross konstatierte damals: „München braucht nicht viele Chancen und wird nie aufgeben. Daraus müssen wir lernen. Aber wir sind selbstkritisch.“

Am Samstag hat Gross wieder einen Ansatz gefunden, seine Mannschaft in die Pflicht zu nehmen: In Straubing zeigte Mannheim Schwächen. In eigener Überzahl gestattete sie dem Gegner ein Tor, den Ausgleich kassierte sie in der 59. Minute, in der Verlängerung folgte ein weiterer „kleiner Fehler“ (Torhüter Felix Brückmann), der zur 2:3-Niederlage der Adler führte. „Ärgerlich, wenn man zweimal geführt hat und auch noch kurz vor Schluss“, so Brückmann. Man ist gewarnt. GÜNTER KLEIN

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