Köln – Der 1. FC Köln hat dank Moral und Jonas Hector einen weiteren Rückschlag im Abstiegskampf vermieden. Das Team von Trainer Markus Gisdol kam nach Rückstand noch zu einem 1:1 (0:0) gegen Werder Bremen, hat aber mit 22 Zählern weiter nur ein kleines Polster auf den Relegationsplatz.
Joshua Sargent (66.) hatte Werder in Führung gebracht, dem lange verletzten Kapitän Hector (83.) gelang mit seinem ersten Tor seit einem Jahr der Ausgleich, der die vierte Niederlage nacheinander verhinderte.
„Wir müssen mit dem Punkt leben, der auf jeden Fall verdient war“, sagte Hector bei Sky: „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, der letzte Pass fehlt, da hapert’s noch ein bisschen.“ Sein Kollege Max Meyer meinte: „Natürlich hilft jeder Punkt im Abstiegskampf, aber wir hätten drei verdient gehabt.“
Trotz der verspielten Führung kann Bremen das Unentschieden als Erfolg verbuchen: Einerseits hat die Mannschaft von Coach Florian Kohfeldt mit nun 27 Punkten einen Konkurrenten auf Distanz gehalten, zudem kann sie am Mittwoch im Nachholspiel bei Arminia Bielefeld nachlegen.
Der FC begann schwungvoll und längst nicht so zurückhaltend wie in den vergangenen Wochen. Über die spielstarken Meyer, der erstmals in der Startelf stand, Elvis Rexhbecaj und Ondrej Duda fand Köln immer wieder Lücken in der Defensive der Gäste und erarbeitete sich ein deutliches Übergewicht. Erste Chancen ließen nicht lange auf sich warten: Ein Schuss von Jan Thielmann (3.) wurde geblockt, Ellyes Skhiri (20.) zwang Jiri Pavlenka zu einer Glanzparade.
Werder kam kaum geordnet aus der eigenen Hälfte, Niclas Füllkrug, der zuletzt im Oktober von Beginn an spielte, wurde wenig eingebunden. Mit langen Bällen versuchten die Bremer, das Mittelfeld zu überwinden.
Köln blieb die bessere Mannschaft und kam in viele aussichtsreiche Situationen. Das Tor von Pavlenka brachte der FC aber anders als noch zu Beginn selten in Gefahr
Das Niveau sank – bis Sargent aus dem Nichts zuschlug und Kölns Torhüter Horn per Kopfball keine Chance ließ. Der FC war nun geschockt und vermied in dieser Phase nur mit Glück einen zweiten Gegentreffer. Beim Ausgleich gab es heftige Proteste der Bremer, die zuvor ein Foul gesehen haben wollten. sid