KAHN-MACHTWORT

Wechsel-Verbot für Nübel

von Redaktion

„Nübi“ – so wird Ersatztorwart Alexander Nübel (24) von seinen Teamkollegen genannt. Sportlich kann Nübel derzeit nicht für Schlagzeilen sorgen. Er befindet sich nach seiner Sprunggelenksverletzung nach wie vor im Aufbautraining. Dafür sorgen seine Zukunftsplanungen aktuell für ordentlich Wirbel an der Säbener Straße. Nübel-Berater Stefan Backs erklärte jüngst im „kicker“, dass die Situation für seinen Klienten unbefriedigend sei: „Wenn Alex nicht mehr zum Spielen kommt“, ergänzte er, müsse man „im Sommer über eine Ausleihe nachdenken.“ Im gleichen Medium sprach Bayern-Vorstand und Ex-Weltmeister Oliver Kahn nun ein Wechsel-Verbot für den zweifelsfrei talentierten Torhüter aus: „Alexander Nübel bleibt unsere Nummer 2. Wir sind von diesem Torwart total überzeugt.“ Anders formuliert: Die Verantwortlichen an der Säbener Straße wollen, dass Nübel im täglichen Training von Nationaltorhüter Manuel Neuer lernt, um ihn eines Tages beerben zu können, statt bei einem Mittelklasse-Klub wie Monaco Spielpraxis zu sammeln. Schon als der Ex-Schalker im Sommer ablösefrei nach München kam, hatte die Nübel-Seite eine sofortige Leihe vorgeschlagen – Sportvorstand Hasan Salihamidzic hielt davon aber nichts und hatte diese Idee aber abgeschmettert. Stattdessen wechselte die damalige Nummer zwei, Sven Ulreich, zum Hamburger SV und Nübel rückte auf den permanenten Stellvertreter-Posten vor. Mit dieser Rolle ist Nübel nun unzufrieden. „Alex Sichtweise ist sein Recht. Letztendlich hat er gewusst, worauf er sich einlässt, wenn er hier zu Bayern München kommt“, so die Meinung von Trainer Hansi Flick.

Dem AS Monaco mit Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac wird Interesse an Nübel nachgesagt. MANUEL BONKE

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