Und wer könnte es nach Löw machen?

von Redaktion

Das ist ja immer die große Frage, wenn eine Trainerstelle frei wird: Wer wird der Nachfolger? Wer will, wer kann, wer passt, wer ist zu finanzieren? Auf dem Kandidaten-Karussell sitzen:

Jürgen Klopp: Regelmäßig gewinnt „Kloppo“ in Umfragen, wen die Deutschen sich als Chef der Nationalmannschaft wünschen. Und vielleicht wird der Ex-Dortmunder bald frei. Im sechsten Jahr beim FC Liverpool zeigt er Abnutzungserscheinungen. Die Fenway Group, die bei den „Reds“ anschafft, hat bereits bei Steven Gerrard vorgefühlt. Scheidet Klopp heute in der Champions League gegen Leipzig aus, steht er in Liverpool ernsthaft zur Disposition. Aber: Er ist auch noch zu jung, um jetzt beim DFB anzutreten. Er braucht mehr als ein paar Länderspiele.

Hansi Flick: Bei den Bayern bis 2023 unter Vertrag – das ist das Hindernis. Ansonsten der ideale Anwärter auf das höchste Amt. Allseitig akzeptiert, Kenner der DFB-Strukturen. Mit 50 wollte Flick (56) eigentlich gar nicht mehr Trainer sein, sondern mehr vom Leben haben. Das könnte der Familienmensch als Bundestrainer eher umsetzen und von seiner geliebten Heimat Bammental aus agieren.

Stefan Kuntz: Der U21-Bundestrainer ist der hausinterne Trumpf des DFB. Würde wohl auch für eine Übergangszeit zur Verfügung stehen. Ihn hatte Hansi Flick in seiner Sportdirektorenzeit zum DFB geholt.

Marcus Sorg: Vertrat Löw 2019 schon einmal, als der Bundestrainer sich beim Krafttraining verletzt hatte und operiert werden musste. Stiller Assistent, in Freiburg als Chef einst krachend gescheitert – Löw nannte ihn aber selbst als möglichen Nachfolger.

Horst Hrubesch: Er ist schon so oft in diversen Funktionen eingesprungen (Co-Trainer A-Team, Sportdirektor, Frauen-Bundestrainer, U21- und Olympia-Trainer), dass er, zumindest interimistisch, nicht auszuschließen wäre. Dass er beim Hamburger SV als Nachwuchs-Chef eingestiegen ist, zeigt: Er hat noch Interesse, am Fußball mitzuwirken.

Ralf Rangnick: Auch er will was machen, flirtet mit diesem oder jenem Club. Frei wäre er nach Auflösung seines Vertrags in Leipzig. Allerdings keiner, der sich in Strukturen einfügt, sondern Macht, Umbruch und einen langfristigen Vertrag einfordern wird. Gegner hat er jedenfalls genügend.

Lothar Matthäus: Er bringt sich nicht selbst ins Gespräch, ist mit seiner Rolle als Experte und Werbefigur zufrieden, hat auch lange kein Team mehr trainiert. Also eine eher unwahrscheinliche Lösung.

Jupp Heynckes: Bevor sein Freund Uli Hoeneß es tut, nennen wir ihn mal. Aber klar: Irgendwann ist Schluss mit Freundschaftsdiensten. Heynckes ist zum Ruhestand fest entschlossen.

Arsene Wenger: Eine Trainerspekulation ohne den Elsässer wäre nicht zulässig. Daher: Kandidat Wenger!  gük

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