Herrsching zwischen Schmerz und Stolz

von Redaktion

2:3 – Volleyballer scheitern an Lüneburg

Herrsching – Viel bitterer kann man wahrscheinlich nicht ausscheiden. Wie bereits im Hinspiel verloren die WWK Volleys Herrsching auch das Rückspiel im Playoff-Viertelfinale gegen die SVG Lüneburg knapp mit 2:3 (21:25, 28:26, 22:25, 25:19, 13:15). Nach 132 Minuten tanzten die Lünehünen über das Parkett in der GCDW-Arena. Auf der anderen Seite sanken die Oberbayern enttäuscht und erschöpft zu Boden.

Vor allem Jalen Penrose war untröstlich. Der US-Amerikaner, mit 35 Punkten der überragende Akteur des Abends, hatte einen großen Anteil, dass die Hausherren überhaupt den Tiebreak erreichten. Der 26-Jährige war an allen wichtigen Spielsituationen beteiligt, wurde immer wieder von Zuspieler Johannes Tille gesucht.

Viel vorwerfen lassen können sich die Herrschinger auch diesmal nicht, in allen Elementen waren sie erneut besser (Angriffsquote 50%:49%, Annahmequote 52%:49%, Blocks 11:7, Asse 7:5). Dennoch hatte Hauser bei seinem jungen Team „Verunsicherung nach dem Hinspiel“ gespürt. „Es haben heute wieder ein paar Prozent gefehlt.“

Auch wenn die Oberbayern die selbst gesteckten Ziele (Playoff-Halbfinale und Pokalfinale) knapp verfehlten, war „es unter dem Strich die beste Saison in unserer Vereinsgeschichte“, sagte Hauser sichtlich stolz. „Vor der Saison wurden wir für unsere Ziele noch belächelt.“

Wie geht’s nun weiter? Hauser, sein Trainerteam und Manager Fritz Frömming werden die Spielzeit aufarbeiten. Die ersten Verträge (Dorde Ilic, Luuc van der Ent, Iven Ferch, Justus Lembach) wurden bereits verlängert. „Mit den meisten Spielern wurden Gespräche geführt“, bestätigte Hauser. Viel verraten wollte er noch nicht, ließ jedoch durchblicken: „Es wird Veränderungen geben. Das Gerüst der Mannschaft wird jedoch bleiben.“  ds

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