2:1 – FC Bayern im Schongang weiter

von Redaktion

Lewandowski und Choupo-Moting stellen locker herausgespielten Sieg sicher

VON JONAS AUSTERMANN UND JOSÉ CARLOS MENZEL LOPEZ

München – Der Nächste, bitte! Die Bayern haben nach dem Hinspielerfolg gegen Lazio Rom auch im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League nichts anbrennen lassen. Im Schongang fuhren die Münchner gestern Abend daheim einen 2:1 (1:0)-Sieg gegen die harmlosen Italiener ein. Das Ticket fürs Viertelfinale geriet dabei nie in Gefahr.

„Es war uns wichtig, dass wir das Spiel gewinnen“, meinte Joshua Kimmich bei Sky. „Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Das ist unsere DNA.“ Der Münchner Antreiber räumte aber auch ein: „Das Hinspielergebnis hat man natürlich im Hinterkopf. Unterm Strich war es okay, aber keine Glanzleistung.“

Die Partie begann höhepunktarm. Leroy Sané feuerte knapp vorbei (14.), dann köpfte Lazio-Kapitän Sergej Milinkovic-Savic aus durchaus passabler Position harmlos in Richtung von Alexander Nübel (15.), Ja, richtig gelesen! Nicht der erkältete Manuel Neuer hütete das Bayern-Tor, stattdessen kam sein Ersatzmann zum dritten Einsatz. „Er ist ein hervorragender Torwart“, hatte Flick vorab über Nübel gesagt. „Wir hoffen, dass er zeigt, was er kann.“

Dafür aber hätten die Römer, die den Ball zu Beginn sauber durch die eigenen Reihen laufen ließen, in der Offensive etwas gefährlicher werden müssen. Milinkovic-Savic gab von rechts herein, die Bayern-Abwehr aber klärte im Zentrum (23.). Und schließlich rüttelte Lazio die Münchner etwas unbedacht wach. Stefan Radu grätschte Robert Lewandowski an der Mittellinie wüst um (26.).

Fünf Minuten später nutzte Leon Goretzka das unkluge Trikotziehen von Vedat Muriqi, um in Lazios Strafraum zu Boden zu gehen. Schiedsrichter Istvan Kovacs gab Elfmeter. Ein klarer Fall von: Kann man geben, muss man aber nicht. Lewandowski war’s herzlich egal. Er trippelte los, verzögerte den Anlauf und schoss eiskalt ins linke Eck. Der Ex-Münchner Pepe Reina im Lazio-Tor flog ins andere Eck – 1:0 (33.).

Es folgte wieder: Leerlauf. Die Flick-Elf hatte aber zusehends mehr vom Spiel. Jerome Boateng wurde als Erster geschont, für ihn kam zur Pause Niklas Süle. Am Bild der ersten 45 Minuten änderte sich nicht viel. Die Bayern hatten alles im Griff, das Motto aber lautete weiterhin: kontrollierte Offensive. Lazio-Coach Simone Inzaghi wechselte munter durch, wollte möglichst vielen Römern noch einen Königsklassen-Auftritt verschaffen. Schon im Vorfeld der Partie hatte er keinesfalls von einem Wunder gesprochen, sondern davon, das Spiel „einfach genießen“ zu wollen.

Nur Lewandowski wollte da nicht so recht mitmachen, störte die Lethargie mit einem Pfostenkracher in Minute 67. Und Eric Maxim Choupo-Moting, der für den Polen eingewechselt wurde, übernahm auch die Rolle des Störenfrieds. Zwei Minuten nachdem er das Feld betreten hatte, traf der Kameruner nach feinem Zuspiel von David Alaba zum 2:0 (73.). Marco Parolo verkürzte nach einem Freistoß per Kopfball nur noch für Lazio – 1:2 (82.).

So feierte der Champions-League-Titelverteidiger einen ungefährdeten Rückspiel-Erfolg und schnappte sich weitere Rekorde. Zum einen machten die Münchner die 19. Viertelfinal-Teilnahme in der Königsklasse perfekt, zogen am FC Barcelona vorbei. Und: Die Roten beendeten auch das 19. Champions-League-Spiel in Serie ohne Niederlage (18 Siege, 1 Remis). Das war dem Klub zwischen März 2001 und April 2002 schon mal gelungen. Die Blicke der Bayern gehen nun nach Nyon, wo morgen um 12 Uhr die Viertelfinals ausgelost werden. Klar ist: Die Münchner will dann keiner ziehen. Frag nach bei Lazio.

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