München – Robert Lewandowski will sich vorerst nicht mit Gerd Müllers Rekord von 40 Saisontoren beschäftigen. Die Marke „dieser einzigartigen Vereinslegende“ sei noch immer „weit weg, ich will mir nicht zu viele Gedanken machen“, sagte der Torjäger des FC Bayern in einem Interview mit Deutschlands Rekordnationalspieler Lothar Matthäus in „Sport Bild“. Erst wenn er noch „ein, zwei Tore hinter den 40 Toren liegen würde, dann wäre das Thema intensiv in meinem Kopf.“
Müller erzielte seinen Rekord in der Saison 1971/72, 49 Jahre später steht Lewandowski nach 25 Spieltagen bei 32 Treffern. Den Rekord zu erreichen oder zu verbessern, „würde mich mit unglaublichem Stolz erfüllen!“, sagte der Pole, „aber Gerd Müller wird immer Gerd Müller bleiben – und unerreicht.“
Käme er dem Rekord nahe, ergänzte er, „dann hätte ich vielleicht ein bisschen mentalen Stress: Nach fast 50 Jahren diese Marke zu erreichen, würde mir viel bedeuten.“
Gedanken über sein Karriereende macht sich Lewandowski noch nicht. Er wisse, dass viele Menschen auf sein Alter schauen würden, sagte er. „ Ich bin heute ein besserer Spieler als vor sechs Jahren“, so der Pole. Ob er noch vier bis fünf oder eher gute drei Jahre auf dem Niveau spielen könne, sei schwer zu sagen. „Aber ich traue mir definitiv noch mehrere Jahre zu, mein Level zu halten.“
Die polnische Nationalmannschaft muss muss hingegen in der WM-Qualifikation eventuell auf ihren Topstürmer verzichten. Beim FC Bayern prüft man die Abstellung von Lewandowski für das Spiel Polen gegen England am 31. März in London. Personen mit Aufenthalt in einem Corona-Risikogebiet müssen nach der Einreise in Deutschland in eine 14-tägige Quarantäne. Somit stünde Lewandowski den Münchnern für das Spitzenspiel gegen Leipzig am 3. April nicht zur Verfügung. sid/dpa