Schlagen Zverev und Sinner vor Fans auf?

von Redaktion

TENNIS Die Organisatoren der BMW Open hoffen auf Zuschauer beim Turnier in München

München – In Zeiten, in denen Virologen fest von einer dritten Corona-Welle ausgehen, kann man es sich kaum vorstellen. Aber die Organisatoren der BMW Open (24. April bis 2. Mai) haben durchaus Hoffnung, dass das Tennisturnier auf der Anlage des MTTC Iphitos vor Zuschauern ausgetragen wird.

Das machte Turnierdirektor Patrik Kühnen und das restliche Organisationsteam auf einer virtuellen Pressekonferenz gut vier Wochen vor Beginn der Veranstaltung deutlich. „Wir haben Hygienekonzepte entwickelt, die dieses Szenario möglich machen“, sagte Kühnen zu den ehrgeizigen Plänen. Konkret hat man drei unterschiedliche Konzepte in der Schublade: 1. Mit Fans. 2. Mit wenig Fans. 3. Ohne Fans.

Welches Konzept Realität wird, das wird sich allerdings erst kurz vor dem Start zeigen. Diese Entscheidung liegt dann bei der Stadt München und ist an die aktuellen Inzidenzwerte gekoppelt. Auch die Variante, dass Zuschauer vor der Anlage am Aumeister einen Corona-Schnelltest absolvieren und – sofern dieser negativ ausfällt – Zutritt erhalten, haben Kühnen und Co. im Kopf.

Es gibt aber auch sportliche Neuigkeiten. Durch den durcheinandergewirbelten Turnierkalender zögern viele Spieler zwar noch mit ihrer Meldung – einer wird aber mit Sicherheit nach München reisen: Alexander Zverev.

Darüber freut sich Kühnen besonders: „Zum siebten Mal schlägt Sascha bei uns auf. Dass ein Superstar mit seinem Ranking bei einem 250er-Turnier spielt, ist keine Selbstverständlichkeit und zeigt, wie viel ihm die BMW Open bedeuten.“

Und der gebürtige Hamburger reist mit klaren Ambitionen nach München. Aus Acapulco in Mexiko zugeschaltet, sagte Zverev im Gespräch mit dem Turnierdirektor: „Ich habe das Turnier bereits zweimal gewonnen und werde an Nummer eins gesetzt sein – da lautet mein Ziel natürlich, den Titel zum dritten Mal zu gewinnen.“

Wer von den übrigen deutschen Topspielern vor Ort sein wird, dahinter steht noch ein Fragezeichen. „Es werden aber noch einige am Start sein – keine Sorge“, verspricht Kühnen.

Neben Zverev kann das Turnier Ende April einen weiteren Namen von Weltrang präsentieren: Jungstar Jannik Sinner will Zverev den Titel streitig machen. Der Südtiroler gilt als eines der größten Talente auf der Tour. Für Kühnen ist es nur eine Frage der Zeit, bis der 19-Jährige in die Top Ten vorstößt. Momentan rangiert Sinner auf Position 32. Auch ein Boris Becker betont jedoch immer wieder, dass in dem jungen Italiener das Potenzial einer zukünftigen Nummer eins schlummert.

Ein Finale Alexander Zverev gegen Jannik Sinner am 2. Mai: keine schlechte Vorstellung für Tennis-Fans. Und das Ganze womöglich sogar vor Zuschauern.

Fast zu schön, um wahr zu sein. DANIEL MÜKSCH

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