Leverkusen – Peter Bosz holte tief Luft, ehe er seine neueste Idee zur Krisenbewältigung vorstellte. Bei ihren Nationalmannschaften, weit weg vom Krisenherd Bayer Leverkusen, sollen seine Spieler die Köpfe freibekommen und die 0:3 (0:3)-Packung in der Fußball-Bundesliga bei Hertha BSC verdauen.
Normalerweise sei eine Länderspielpause problematisch, erklärte Bosz, weil man die Spieler „dann lange nicht sieht“. Diesmal sei es jedoch anders, die Trennung auf Zeit könne eine Lösung sein, sagte der Niederländer: „Ich glaube, in unserer Phase ist es gut, dass sich die meisten Spieler mal 14 Tage nicht sehen.“
Aus den Worten des Trainers klang Ratlosigkeit, nachdem alle bisherigen Maßnahmen nicht gefruchtet hatten. Die Karre ist festgefahren, Bosz findet nicht die richtigen Hebel. Nach der starken Hinrunde mit Platz eins am zwölften Spieltag läuft nichts mehr zusammen, in Berlin kassierte sein Team in 2021 die zehnte Niederlage im 17. Pflichtspiel.
Mit 40 Punkten steht Bayer weiter nur auf Rang sechs, der Rückstand auf die Champions-League-Plätze beträgt sieben Punkte. Sportdirektor Rudi Völler hatte bereits in der vergangenen Woche nach dem 1:2 gegen Arminia Bielefeld klargemacht, dass dies nicht der Anspruch des Klubs sei und Bosz damit weiter unter Druck gesetzt.
Doch auch diese Mahnung blieb ohne Wirkung. Die sportliche Leitung hält angeblich schon Ausschau nach einem Ersatz für Bosch. sid