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von Redaktion

Was die Arbeitsquarantäne für England-Profis wie Gündogan bedeutet

Düsseldorf – Lange musste der Bundestrainer bangen, ob seine England-Profis Bernd Leno (FC Arsenal), Ilkay Gündogan (Manchester City), Antonio Rüdiger, Timo Werner und Kai Havertz (alle Chelsea) wegen der Corona-Pandemie nach Deutschland einreisen dürfen. Zur Erinnerung: Bis Freitagabend galt das Vereinigten Königreich als Virusvarianten-Gebiet. Um auf das Premier-League-Quintett bei den anstehenden Länderspielen zurückgreifen zu können, stand der DFB in regen Austausch mit den zuständigen Behörden in Düsseldorf (Teamhotel) und Duisburg (Spielort), um eine entsprechende Lösung zu finden.

Sie lautet: Einreise ja, aber nur wenn sich die Spieler einer Arbeitsquarantäne unterziehen. Sehr zur Freude von Joachim Löw, für den Spieler wie Rüdiger als Abwehrchef oder Werner als Torjäger im Hinblick auf die EM enorm wichtig sind. „Wir wollen in den Trainingseinheiten und Spielen sehen, welche Spieler sich aufdrängen, wer unbedingt dabei sein will. Uns freut natürlich, dass wir auch auf unsere Spieler aus der englischen Premier League in Duisburg und Bukarest zurückgreifen können“, so Löw.

Zwar stuft das Robert Koch-Institut Großbritannien mittlerweile nicht mehr als Virusvarianten-Gebiet ein, für die England-Legionäre gelten die strikten Hygiene-Auflagen intern aber trotzdem, wie DFB-Direktor Oliver Bierhoff gestern erklärte: „Glücklicherweise hat sich die Situation aufgelöst. Wir werden aber von unserer Seite, um kein Risiko einzugehen, trotzdem strengere Regeln ansetzen.“

Der DFB belässt es also bei der Arbeitsquarantäne, um in Zeiten der fußballerischen Sonderrollen-Diskussion zu signalisieren: Wir gehen keine unnötigen Risiken ein. In der Praxis bedeutet das für Gündogan und Co.: Sie müssen getrennt von ihren Mitspielern essen, dürfen nicht im Mannschaftsbus zum Training oder Spiel fahren und werden nicht nur mit PCR-, sondern zusätzlich auch noch mit Antigen-Schnelltests auf eine mögliche Corona-Infektion getestet. Selbst bei der Körperpflege müssen die Premier-League-Kicker Abstriche machen, wie Bierhoff erklärt: „Wir werden in gewissen Bereichen besonders darauf achten, dass wir möglichst wenig Kontakte anbieten. Zum Beispiel, dass ein englischer Spieler auch nur zu einem Physiotherapeuten geht. Normalerweise kann jeder Spieler zu zwei bis drei Physiotherapeuten gehen.“

Natürlich lässt sich direkter Kontakt zwischen den Spielern trotz Arbeitsquarantäne nicht gänzlich vermeiden. „Wir haben natürlich Bereiche, in denen die Mannschaft zusammenarbeitet: auf dem Platz und bei Besprechungen. In anderen Bereichen sollen sie möglichst wenig gemischte Kontakte mit anderen Leuten haben“, sagt Bierhoff in der Hoffnung, dass sich dadurch kein Nationalspieler oder DFB-Mitarbeiter mit Corona infiziert.

Sollte das doch der Fall sein, müsse man dem Gesundheitsamt darlegen können, dass man innerhalb der DFB-Bubble die Kontakte minimiert hätte. Arbeitsquarantäne sei Dank.  bok

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