Gibraltar – Erling Haaland streifte die Trainingsjacke ab und präsentierte stolz seine WM-Botschaft: „Menschenrechte – auf und neben dem Platz“, stand in schwarzen Buchstaben auf dem weißen Shirt, das der Stürmerstar und seine Kollegen von der norwegischen Nationalmannschaft in Gibraltar zu den ersten Klängen ihrer Nationalhymne einem Millionen-Publikum zeigten. Eine deutliche Ansage an Katar zum Auftakt der Qualifikation für die umstrittene Weltmeisterschaft 2022 im Wüstenstaat.
„Wir wollen den Fokus auf die Dinge lenken, über die im Vorfeld diskutiert wurde“, sagte Nationaltrainer Stale Solbakken nach dem lockeren 3:0 beim Fußball-Zwerg (Tore: Sörloth/43., Thorstvedt/45., Svensson/57.). Der Coach hatte bei seinem Debüt ebenso wie alle Ersatzspieler das Shirt getragen, der frühere Kölner Trainer behielt es während der Partie unter seinem schwarzen Sakko an. Für ihn seien „Sport und Politik miteinander verbunden“, betonte Solbakken. Und der Sport sei in der Lage, „eine Botschaft zu senden“.
Ob es eine Strafe durch die FIFA geben wird, blieb offen. „Ich glaube nicht, dass das zu Sanktionen führen wird. Aber falls doch, nehmen wir das an, was eventuell kommen wird“, sagte Pal Bjerketvedt, Generalsekretär des norwegischen Verbandes NFF. Den Mund wollen sich die Norweger ohnehin nicht verbieten lassen. Solbakken kündigte für das zweite Spiel in der WM-Qualifikation am Samstag in Malaga gegen die Türkei eine weitere Aktion an. sid