Manuel Neuer: Ruhiger Abend für den Nationaltorhüter. Nur beim Schuss von Sigurjonsson (27.) wäre er chancenlos gewesen. Note: 3
Lukas Klostermann: Als Rechtsverteidiger hatte der Leipziger zwar die nötige Aggressivität im Spiel nach vorne, in der Rückwärtsbewegung agierte er teilweise zu sorglos. Ließ sich in der ersten Hälfte zu leicht von Bödvarsson abkochen, was beinahe zum 1:2-Anschlusstreffer geführt hätte. Note: 4
Matthias Ginter: Unauffällig, unaufgeregt, effektiv: Ginter legte einen souveränen Auftritt in der Innenverteidigung hin. Den Spielaufbau überließ er lieber Nebenmann Rüdiger oder Vordermann Kimmich. Note: 3
Antonio Rüdiger: Dem England-Legionär war anzumerken, dass er bei Chelsea wieder mehr Spielpraxis erhält. Im Vergleich zu seinen vergangenen Länderspielauftritten wirkte er deutlich sicherer in seinem Spiel. Als Abwehrchef gab er die Kommandos. Note: 3
Emre Can: Die Dortmunder Defensiv-Allzweckwaffe hatte seine linke Seite sowohl defensiv als auch offensiv im Griff. Er marschierte häufig die Auslinie entlang und forderte die Bälle. Note: 3
Joshua Kimmich: Vor der Partie gegen Island verriet Löw, dass er überlege, Kimmich bei der EM wieder als Rechtsverteidiger einzusetzen. Diese „Drohung“ nahm sich der Münchner zu Herzen, bereitete das 1:0 mit einem sehenswerten Chip-Ball vor, das 2:0 leitete er mit ein. Ansonsten suchte er regelmäßig die Lücken für gefährliche Steck-Pässe. So ist er im Zentrum unverzichtbar. Note: 2
Leon Goretzka: Endlich zeigt der Mittelfeldmotor seine Torgefahr auch bei der Nationalmannschaft. Im Zweikampf und den Luftduellen blieb er dank seines muskulösen Körpers kompromisslos. Marschierte häufig zwischen den Strafräumen und sorgte so für den nötigen Raumgewinn im Zentrum. Ab 71. Florian Neuhaus (ohne Benotung). Note: 2
Ilkay Gündogan: Der Mittelfeld-Stratege zeigte gegen Island, welch technische Ausnahmefähigkeiten besitzt. Das englische Publikum kommt (vorm Fernseher) derzeit häufig in den Genuss, wie Gündogan mit Haken, Drehungen und Übersteigern sich auf engstem Raum den nötigen Platz verschafft, um Offensiv-Aktionen zu kreieren. Das tat er gestern auch für Deutschland und traf zum 3:0. Note: 2
Leroy Sané: Flügelflitzer Sané arbeitete viel mit nach hinten, erkämpfte sich dadurch einige Bälle. Vorne spielte er die gefährlichen Pässe, wie beim 2:0 durch Havertz. Ab 78. Jamal Musiala (ohne Benotung). Note: 2
Serge Gnabry: In der Rolle als falsche Neun bei der Nationalmannschaft fühlt sich Gnabry immer wohler. Den Treffer von Kumpel Goretzka bereitete er mit dem Rücken zum Tor mit einer cleveren Brust-Ablage vor. Note: 2
ab 86. Amin Younes (ohne Benotung)
Kai Havertz: Das deutsche Jahrhundert-Talent hat sich das Trikot mit der Nummer zehn vom ausgemusterten Julian Draxler geschnappt – und erzielte prompt sein drittes Länderspieltor. Note: 2