Düsseldorf – Bekommt Manuel Neuer gegen Fußballzwerg Nordmazedonien eine Verschnaufpause und steht stattdessen Marc-André ter Stegen im Tor? Darf Timo Werner zeigen, was er in den vergangenen Wochen bei Chelsea unter Trainer Thomas Tuchel gelernt hat? Und kann Philipp Max den Länderspielminuten-Vorsprung gegenüber seinem Papa Martin Max ausbauen?
Vor diesen und anderen kniffligen Personalfragen steht Bundestrainer Joachim Löw im Vorfeld der Partie gegen Nordmazedonien: Rotieren oder die vermeintliche EM-Stammformation einspielen lassen?
Nach dem Sieg in Bukarest hielt sich der Bundestrainer bei dieser Frage noch bedeckt: „Der eine oder andere Spieler war angeschlagen. Wir müssen jetzt gut regenerieren, dann werde ich mal sehen. Natürlich war es gut, sich einzuspielen, grundsätzlich werde ich davon nicht total abweichen. Aber es kann sein, dass der eine oder andere frische Spieler in die Mannschaft kommt. Das kann ich noch nicht abschließend beantworten.“
Was in Bukarest aber bereits zu sehen war: Löw möchte seine Turnier-Elf so lange wie möglich gemeinsam auf dem Platz stehen lassen. Jogi wechselte gegen die Rumänen spät das Personal. Den ersten Wechsel gab es erst in der 77. Minute, als Werner für Kai Havertz aufs Feld kam. Löw begründete dieses Vorgehen so: „Wir müssen uns einspielen. Ich habe aber auch spät gewechselt, weil wir eigentlich alles im Griff hatten. Daher war das nicht zwingend notwendig.“
Die Aufgabe gegen Nordmazedonien erfolgreich zu lösen sollte auch für die Ersatzspieler zwingend machbar sein. Darum läuft es auf Rotation hinaus. bok