Tennis
Alexander Zverev, 23, hat trotz seiner frühen Niederlage in Miami sein Idol Roger Federer (Schweiz) in der Tennis-Weltrangliste überholt. Der Hamburger, der beim Hartplatz-Masters in Florida bereits in der zweiten Runde verloren hatte, kletterte um einen Platz auf Rang sechs. Spitzenreiter bleibt unangefochten Novak Djokovic (Serbien), der wie Federer derzeit pausiert. Aufsteiger der Woche ist der Pole Hubert Hurkacz, der nach seinem Titelgewinn in Miami um 21 Plätze auf Rang 16 hochschnellte. Sebastian Korda (USA) stieg nach seinem Viertelfinaleinzug sogar um 22 Plätze auf, der Sohn des früheren Grand-Slam-Siegers Petr Korda liegt nun auf Platz 65.
Supertalent Jannik Sinner aus Italien ist bei seinem Siegeszug im Endspiel des ATP-Masters in Miami gestoppt worden. Der 19 Jahre alte Südtiroler verlor im Duell zweier Überraschungsfinalisten 6:7 (4:7), 4:6 gegen Hubert Hurkacz, der damit als erster polnischer Spieler ein Turnier der Masters-Kategorie gewann. Hurkacz, kassierte 300 000 Dollar für den Turniersieg, den er in Abwesenheit der Top-Stars Novak Djokovic, Rafael Nadal und Roger Federer erkämpfte. „Ich wollte gewinnen. Wir alle wussten, dass Rafa, Roger und Novak nicht spielen. Das war eine große Chance für viele Spieler“, sagte Sinner. Hurkacz konnte sein Glück dagegen kaum glauben: „Es fühlt sich unwirklich an. Ich bin so glücklich, dass ich heute ein gutes Match zeigen konnte.“ Sinner wird ab Montag als 22. ebenfalls so hoch wie noch nie geführt. Bei einem Sieg wäre er die Nummer 14 gewesen. Sinner waren in Miami die Strapazen der harten Runden in seinem bislang wichtigsten Finale deutlich anzumerken. Im zweiten Satz lag er bereits 0:4 zurück, zeigte dann aber sein großes Kämpferherz und kam noch einmal heran. „Jannik ist so ein großer Kämpfer, ich bin stolz, dass ich ihn schlagen konnte“, sagte Hurkacz.
Schwimmen
David Thomasberger und Fabian Schwingenschlögl haben zum Start in die finale Olympia-Qualifikation jeweils in deutscher Rekordzeit die Norm für Tokio unterboten. In Heidelberg blieb der Leipziger Thomasberger über 200 m Schmetterling in 1:55,04 Minuten unter dem deutschen Rekord von Ramon Klenz. Schwingenschlögl (Neckarsulm) erfüllte über 100 m Brust die Olympia-Norm. In 58,95 Sekunden ist er der erste Deutsche, der unter 59 Sekunden anschlug. Den bisherigen Rekord schwamm Hendrik Feldwehr in 59,15 Sekunden im Jahr 2009. Damals waren noch Hightechanzüge erlaubt. Die Berlinerin Leonie Kullmann knackte die Olympia-Norm über 400 m Freistil. „Wir sind in der richtigen Richtung unterwegs und haben mit Thomasberger und Schwingenschlögl zwei neue Finalkandidaten, schon in den nächsten Wochen geht aber sicher noch mehr“, so Bundestrainer Hannes Vitense.