Unterhaching – Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt, aber bei acht Punkten Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz schwinden die Hoffnungen auf den Klassenerhalt dramatisch. Das Team von Trainer Arie van Lent holte 2021 aus 15 Partien nur fünf Zähler. Doch der Coach hat seinen Optimismus vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Dynamo Dresden noch nicht verloren: „Es klingt zwar etwas unglaubwürdig, aber warum sollten wir nicht gerade gegen den Tabellenführer eine positive Serie starten, wir haben zwar erst 24 Punkte, aber es sind noch 24 Punkte zu vergeben“.
Die Sachsen haben aus den letzten drei Partien nur zwei Punkte geholt, reisen aber als haushoher Favorit in den Sportpark: „Dresden hat zwar 259 Minuten lang kein Tor mehr erzielt, aber sie haben eine unheimlich Wucht und Qualität im Kader“, meint van Lent. Der ehemalige Bundesliga-Torjäger hat auch noch keine Resignation bei seinen Schützlingen entdeckt: „Natürlich ist es ärgerlich, dass wir uns zu selten für die guten Leistungen mit Punkten belohnen, aber die Spieler wollen nichts abschwenken und sich beweisen“.
Bei einigen Akteuren sitzt der Frust aber trotzdem sehr tief. „Ich kann schon verstehen, dass sich mehrere Spieler auch Gedanken über die Zukunft machen“. Über seine eigene sportliche Zukunft ist noch keine Entscheidung gefallen. „Wir sind in Gesprächen, ich habe meine Bereitschaft signalisiert zu bleiben, der Rest wird sich zeigen“, betont der Coach, der erst einmal auf die Partie gegen den Spitzenreiter fokussiert ist, denn es gibt weiter viele personelle Probleme.
Insgesamt sieben Akteure fallen aktuell aus, auch Dominik Stahl hat noch keine grünes Licht auf die Rückkehr in den Kader bekommen. Moritz Heinrich und Lukas Hufnagel sind nach einer Verletzungspause wieder in den Training eingestiegen.
KLAUS KIRSCHNER