GALOPP

Erstmals seit 1839 siegt eine Frau in Aintree

von Redaktion

Nach ihrem Husarenritt für die Galopp-Geschichtsbücher rang Rachael Blackmore um Fassung. „Ich fühle mich im Moment weder weiblich noch männlich oder gar menschlich“, sagte die Irin nach ihrem historischen Sieg im Grand National sichtlich bewegt: „Es ist unglaublich.“

Blackmore hat als erste Frau das seit 1839 ausgetragene Hindernisrennen in Aintree bei Liverpool gewonnen. Die 31-Jährige siegte nach 30 Hindernissen auf knapp sieben Kilometern im Sattel von Minella Times. „Rachael war brillant“, lobte Trainer Henry de Bromhead, der mit Balko Des Flos auch das zweitplatzierte Pferd in dem mit umgerechnet 860 000 Euro dotierten Rennen stellte.

44 Jahre nachdem Charlotte Brew als erster Frau im Grand National ein Ritt anvertraut worden war, schlug Blackmore ein neues Kapitel in der Sportart auf. „Sie ist eine Inspiration für Frauen und Männer“, sagte Katie Walsh der BBC. Walsh hatte 2012 auf Seabass Platz drei belegt und damit bis zum Samstag für die beste Platzierung einer Frau gesorgt. Blackmore hatte in diesem Jahr bereits beim Cheltenham Festival im März die Champion Hurdle auf Honeysuckle gewonnen.

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