Nach Doku über Hopp: 1899-Fans fordern Aufklärung

von Redaktion

Zuzenhausen – Der Dauerkonflikt zwischen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp und der Fan-Szene hat zu einer ungewöhnlichen Reaktion geführt – im Lager der eigenen Anhänger. Der Fan-Club „Sektion Kraichgau“ fordert den Bundesligisten auf, die Vorkommnisse um das Skandalspiel zwischen 1899 Hoffenheim und dem FC Bayern aus dem Februar 2020 aufzuklären. Hintergrund sind Inhalte einer ZDF-Dokumentation (wir berichteten), wonach es den Verantwortlichen beider Clubs vor der Partie bekannt war, dass es erneut vehemente Schmähungen gegen Hopp geben werde.

„Diese Tatsachen lassen die Vermutung aufstellen, dass die Bilder vom 29. Februar bewusst in Kauf genommen wurden, um Dietmar Hopp medienwirksam als Opfer zu stilisieren“, schrieb die „Sektion Kraichgau“ auf ihrer Homepage und in den sozialen Netzwerken. „Da die TSG Hoffenheim in der ZDF-Doku keine Stellung beziehen wollte, fordern wir hiermit die Geschäftsstelle zu einer öffentlichen Stellungnahme in Bezug auf die Ereignisse des 29. Februar 2020 auf!“

Zudem veröffentlichte die Fangruppe Fotos mit Spruchbändern ähnlichen Inhaltes, die sie nach ihren Angaben in der Nacht zum Sonntag am Trainingsgelände der Hoffenheimer aufhängten. Das Spiel in Sinsheim war beim Stande von 6:0 für die Münchner wegen Beleidigungen aus dem Bayern-Block unterbrochen worden. In der restlichen Spielzeit schoben sich beide Teams nur noch den Ball zu. Hopp und Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge standen dabei demonstrativ Arm in Arm am Spielfeldrand.  dpa

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