Gut gelaunt ins Heimspiel

von Redaktion

Alexander Zverev fiebert Auftritt in Monte Carlo entgegen – Kerber plant den Neustart

München – Alexander Zverev (23) gab sich sichtlich Mühe, doch er hatte keine Chance: Beim wirren Plausch über das Universum am Mikrofon von „TV-Reporter“ Novak Djokovic (33) konnte er sich das Lachen einfach nicht verkneifen. Wie kleine Kinder blödelten die zwei Tennisstars, die beide in der ersten Runde ein Freilos haben, im Vorfeld des Masters in Monte Carlo herum. Zverevs Laune ist vor seinem Start in die Sandplatzsaison in seiner Wahlheimat blendend. Ganz im Gegensatz zu Daniil Medwedew (25), der wegen eines positiven Coronatests fehlt.

Von Zverevs Apartment bis zur wunderschönen Anlage des Monte Carlo Country Club ist es für Deutschlands Nummer eins nur ein Fußmarsch. Er mag sein Heimspiel. Tennis-Rüpel Benoit Paire dagegen kann, vom Spielen ohne Publikum schwer genervt, auch dem Auftritt im Fürstentum nichts abgewinnen. „Ganz ehrlich, dieses Match kümmert mich einen Scheiß“, sagte der Franzose nach seiner 4:6, 7:6, 6:7-Niederlage gegen den Australier Jordan Thompson. „Wenn man auf einem Friedhof wie hier spielt, da ist nicht mehr möglich“, so der 31-Jährige. Die Töne kennt man, zuletzt hatte Paire offen gesagt, er bevorzuge es, bei einem großen Turnier früh zu verlieren, als sich durch ein kleines zu quälen.

Angelique Kerber hingegen ist durchaus motiviert, obwohl auch sie 2021 bisher nur eine wenig zufriedene Bilanz (vier Siege fünf Niederlage) aufweist. „Den Saisonstart habe ich ganz klar abgehakt“, sagte die 33-Jährige vor ihrem ersten Sandplatzauftritt kommende Woche in Stuttgart. Als wichtigste Ziele habe sie sich „die großen Turniere, die Grand Slams“ gesetzt: „Das ist die Motivation, die ich habe.“ Gedanken an das Leben nach der Karriere seien zwar da, „gerade in dieser Zeit“, aber noch „weit weg“, sagte sie. MATHIAS MÜLLER

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