DOSB-Präsident Alfons Hörmann erhöht gut drei Monate vor dem Start der Olympischen Spiele in Tokio in der Impffrage den Druck auf die Politik. „Wir sehen mit Beginn des zweiten Quartals und 100 Tage vor den Spielen den Zeitpunkt gekommen, an dem wir dringend eine klare Konzeption mit der Politik erarbeiten müssen“, sagte der 60-Jährige. Hörmann hofft, „dass in den Monaten Mai und Juni in einem sauberen und abgestimmten Maßnahmen- und Terminplan die Gesamtimpfung für die rund 800 Teammitglieder des Team D umgesetzt werden kann“. Bislang seien lediglich 15 Prozent der Teammitglieder geimpft, führte Hörmann aus. In einer Umfrage hätten aber 90 Prozent ihr Interesse an einer Impfung bekundet. Demnach gebe es diesbezüglich noch viel Arbeit. „In dem Punkt hoffen wir auf die Unterstützung der Politik“, sagte Hörmann. Auf der anderen Seite hätten sich acht Prozent des Team gegen eine Impfung ausgesprochen. „Die meisten, weil sie eine Leistungsbeeinträchtigung durch die Impfung vor den Spielen sehen“, sagte der Spitzenfunktionär: „Das wird selbstverständlich akzeptiert.“
In einem Austausch sei klar geworden, dass den Athleten neben gesundheitlichen Aspekten vor allem die Themen Fairplay und Gerechtigkeit Sorgen bereiten. Diesbezüglich beschäftige sie „der weltweite Prozess der Qualifikationen und Nominierungen“ wie auch die Frage, ob in der Anti-Doping-Strategie „starke Ungleichgewichte bestünden, sagte Hörmann. sid