Köln – Der FC Chelsea hat mit Trainer Thomas Tuchel erstmals seit sieben Jahren das Halbfinale der Champions League erreicht. Den Blues reichte gegen den FC Porto im „Heimspiel“ in Sevilla ein 0:1 (0:0), das erste Duell an gleicher Stelle hatte das Tuchel-Team mit 2:0 gewonnen.
Den Londonern, bei denen Kai Havertz und Antonio Rüdiger anders als Timo Werner in der Startelf standen, genügte eine starke Defensivleistung gegen die verzweifelt anrennenden Portugiesen. Das späte Tor von Mehdi Taremi (90.+4) war für Porto am Ende zu wenig.
Den Gegner im Halbfinale ermitteln heute Rekordsieger Real Madrid und der FC Liverpool mit Coach Jürgen Klopp. Das Hinspiel hatten die Spanier mit 3:1 gewonnen.
Im leeren Estadio Estadio Ramon Sanchez Pizjuan suchte Porto mit dem Mute der Verzweiflung sein Heil in der Offensive. Der Königsklassen-Gewinner von 2004 begann mit hohem Tempo und großer Intensität, Chelsea schien durchaus überrascht. Tuchel, der vor einem Jahr mit Paris sogar das Endspiel erreicht hatte, rutschte auf der Trainerbank unzufrieden hin und her.
Chelseas deutsches Duo trat in der hektischen Partie vor allem körperlich in Erscheinung. Havertz rieb sich in einem Privatduell mit Pepe auf. Auch der starke Rüdiger scheute keinen Zweikampf. Gefährlich wurde es daher nur selten, bei der besten Chance schoss Portos Jesus Corona weit übers Tor (33.).
Den nominellen Gastgebern fehlten spätestens am Strafraum die Ideen. Auch nach der Pause war Porto zunächst die aktivere Mannschaft. Chelsea, das am Samstag im FA Cup gegen ManCity um den Einzug ins Finale kämpft, hielt dem Druck aber Stand und ließ kaum Schüsse zu. Auf der Gegenseite hatte der Ex-Dortmunder Christian Pulisic die erste gute Chance (54.), traf aber den Ball nicht richtig. Porto ging nun zunehmend die Puste aus, das Tor kam zu spät. sid