IM BLICKPUNKT

EM: München winkt grünes Licht

von Redaktion

Die Entscheidung über den Verbleib von München unter den Gastgebern der EM-Endrunde (11. Juni bis 11. Juli) könnte schon vor der Sitzung des Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am kommenden Montag fallen. Nach Informationen des Sport-Informations-Dienstes (SID) wurden die jüngsten Aussagen der bayrischen Landesregierung, wonach eine Teil-Zulassung von Zuschauern in der Arena vorstellbar sei, wohlwollend von der UEFA zur Kenntnis genommen. Analog zur positiven Entscheidung hinsichtlich des EM-Spielorts Rom von Mittwoch könnte die UEFA deshalb auch für München schon im Vorfeld der Beratungen des Exekutivkomitees um den DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch grünes Licht geben.

Die UEFA hatte ursprünglich eine Zuschauer-Garantie von allen zwölf vorgesehenen EM-Spielorten verlangt. Um den Deutschen Fußball-Bund (DFB), der die EM 2024 ausrichtet, an Bord zu behalten, könnte dem Europa-Verband aber auch die Absichtserklärung der bayrischen Landesregierung reichen. Allerdings darf die UEFA nur auf eine zu 20 Prozent gefüllte Arena hoffen. Nach den jüngsten Beratungen des Münchner Sportausschusses gilt eine höhere Auslastung als unrealistisch.

München will EM-Spiele – aber nicht um jeden Preis. „Es ist seriös von der Landeshauptstadt München, dass sie der UEFA nichts versprechen kann, weil es einfach von der Infektionssituation im Juni abhängt, was erlaubt sein wird und was nicht“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dem „kicker“. Es sei auch durch die Impfungen „nicht mehr unvorstellbar, Zuschauer reinzulassen, die geimpft oder negativ getestet sind“. Herrmann sprach von beispielsweise 10 000 Menschen, „was stimmungsmäßig ein großer Gewinn“ wäre. Eine Kernaussage bleibt aber: „Versprechen können wir nichts.“

Eingereicht sind von München drei Varianten: Geisterspiele ohne Fans, eine um rund 20 Prozent gefüllte Allianz Arena und eine Auslastung von 40 Prozent. Letzteres Szenario hält angesichts der Entwicklung in der Corona-Pandemie mit aktuell steigenden Infektionszahlen aber keiner der Verantwortlichen für umsetzbar.

„Ich habe stets betont: Gesundheitsschutz first, etwas anderes kommt nicht infrage! Es geht aber darum, die Zielsetzung der UEFA zu unterstützen, auf die Zulassung von Fans bei den Spielen aktiv und offensiv hinzuarbeiten“, sagte Rainer Koch – und betonte: „Die UEFA möchte München unbedingt dabeihaben“

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