Der schwer angeschlagene und zum Rücktritt aufgeforderte DFB-Präsident Fritz Keller hat sich am Donnerstag in München mit Charlotte Knobloch, der früheren Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, zu einem Meinungsaustausch getroffen. Das berichtete die „Bild“-Zeitung. Bei dem Gespräch ging es um den von Keller verursachten Nazi-Eklat. Der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte seinen Stellvertreter Rainer Koch in einer Sitzung mit dem berüchtigten Nazi-Richter Roland Freisler verglichen. Damit spitzte Keller die Führungskrise des Verbandes dramatisch zu. Der 64-Jährige wurde von den Chefs der Landes- und Regionalverbände mit großer Mehrheit zum Rücktritt aufgefordert.