München – Es war ein kurzes Aufbäumen gegen den Trend der Lustlosigkeit. Türkgücü München erwischte gegen den SC Verl einen Blitzstart im Olympiastadion, verlor am Ende aber verdient mit 1:2.
Nach zuletzt deutlichen Niederlagen und Auftritten ohne jegliche Zielstrebigkeit hatten die Verantwortlichen von Türkgücü eine Reaktion der Mannschaft gefordert. Schließlich spiele jeder Kicker auch um seine Zukunft. Zunächst wirkte es, als wären die Worte auf fruchtbaren Boden gestoßen. In der 3. Minute eroberte Nico Gorzel den Ball tief in der Hälfte der Verler, legte zu Omar Sijaric ab, der lässig zum 1:0 einschob. Das erste Saisontor des 19-jährigen Talents, auf das Vereinspräsident Hasan Kivran große Stücke hält. Das Anfangsfeuerwerk Türkgücüs verpuffte jedoch auch schnell wieder, gefährliche Aktionen kamen im Duell der Aufsteiger fortan nur selten zustande. Aufregung gab es hingegen um René Vollath, der nach einem Schlag auf die Hüfte mehrfach behandelt werden musste. Türkgücüs Torwart und Kapitän konnte jedoch weiterspielen.
In der zweiten Halbzeit agierte Verl deutlich präsenter, Türkgücü wurde hingegen zunehmend passiver. Das rächte sich. Eine Flanke von Mael Corboz köpfte Innenverteidiger Lasse Jürgensen an Vollath vorbei zum 1:1 (69.). In der 82. Minute legte der routinierte Justin Eilers nach und erzielte das 2:1 für Verl. „Vor der Ecke haben wir gepennt, danach haben wir nicht mehr klar gespielt“, sagte Vollath. nms