München – Nach zwei Wochen Pause wird es wieder ernst für den FC Bayern: Mit einem Sieg an diesem Samstag im Heimspiel gegen Gladbach (18.30 Uhr, Sky) sind die Münchner definitiv Meister. Unabhängig davon, wie Verfolger Leipzig zuvor in Dortmund spielt. Bei der Pressekonferenz am Freitag interessierten aber vor allem zwei andere Themen: die Zukunft von Trainer Hansi Flick (56) – und seine Meinung über seinen Nachfolger Julian Nagelsmann (33), der zur kommenden Saison von Leipzig nach München wechselt.
Mit dem Landsberger arbeitete Flick während seiner Zeit als Geschäftsführer Sport in Hoffenheim zusammen. Über ihn findet er nur lobende Worte: „Zu Julian habe ich eine absolut positive Meinung, er ist ein sehr guter Trainer. Ich habe ihn in Hoffenheim kennengelernt. Er ist kein Trainertalent mehr, er hat schon lange bewiesen, dass er enorme Qualität hat. Ich habe ihm nach der Bekanntmachung geschrieben: ‚Glückwunsch, du wirst sehr viel Spaß mit dieser Mannschaft haben’. Ich wünsche dem Verein und der Mannschaft, dass sie auch weiterhin sehr erfolgreich arbeiten.“
Und wie geht’s nun mit Flick selbst weiter? Fakt ist: Er ist die Wunschlösung des DFB für die Nachfolge von Bundestrainer Jogi Löw (61) nach der EM im Sommer. Flick: „Alle fokussieren sich auf den DFB. Es gab schon Gespräche mit Oli (Oliver Bierhoff, Anm. d. Red.), es gab aber auch andere Gespräche. Was die Zukunft betrifft, ist noch lange nichts entschieden. Ich warte ab, was letztendlich kommt. Schauen wir mal, wie es weitergeht.“
Der Trainer, der mit Bayern bereits sechs Titel holte (der siebte kommt vielleicht schon an diesem Samstag dazu), steht natürlich auch auf dem Zettel einiger Topclubs. Die Befürchtung, dass es beim DFB weniger ereignisreich als bei einem Verein ist, hat Flick aber nicht: „Langweilig ist das bestimmt nicht. Bundestrainer ist etwas Besonderes: Man hat die Besten aus Deutschland. Ich war da lange eng mit dabei, habe eine sehr schöne und gute Zeit gehabt. Von daher weiß ich, was mich da erwarten wird. Einfach abwarten. Dann kann man die Frage noch mal stellen.“
Auch Robert Lewandowski (32) war Thema am Freitag. Der Weltfußballer braucht noch vier Treffer, um den 40-Tore-Rekord von Gerd Müller (75) aus der Saison 1971/72 zu egalisieren. Flick: „Er hat es diese Saison geschafft, an die Grenze zu kommen. Jetzt hat er noch drei Spiele. Er ist voll konzentriert und heiß auf diesen Rekord. Jetzt gucken wir, was wir gemeinsam schaffen können.“
Übrigens: Flick hat vor seinem Abschied vom FC Bayern viele Fan-Briefe bekommen. Er verspricht, jeden davon zu beantworten.